1. FC Kaiserslautern: Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Julian Pollersbeck, Keeper des 1. FC Kaiserslautern.

Kaiserslauterns Durchstarter in der Hinrunde: Keeper Julian Pollersbeck. ©Imago

Beim 1. FC Kaiserslautern war in der Sommerpause eine Menge los. Die meiste Aufmerksamkeit wurde dabei der Suche nach einem neuen Trainer geschenkt, nachdem der Verein nach der sehr durchwachsenen Saison 2015/16 nicht mehr mit Konrad Fünfstück weitermachen wollte. Am Ende wurde Tayfun Korkut der neue Coach der Pfälzer. Doch auch er brauchte eine gewisse Zeit, um Stabilität in die Mannschaft zu bringen. Hier ist unser Hinrunden-Rückblick zum FCK!

Pollersbeck als Überraschung

Die Spielzeit begann richtig mies, die „Roten Teufel“ fuhren aus den ersten neun Spielen nur einen einzigen Sieg ein. Damit stand Korkut schon nach wenigen Wochen im Amt teils heftig in der Diskussion, doch der im Mai geholte Sportdirektor Uwe Stöver blieb ganz ruhig. Und das sollte sich auszahlen, denn im Laufe der Saison stabilisierten sich die Lauterer immer mehr und blieben zuletzt 7-mal in Folge ungeschlagen. Allerdings waren darunter auch vier Unentschieden, drei davon endeten sogar torlos.

Damit wären wir auch schon bei der größten Stärke des FCK: Die Defensive ist bislang die zweitbeste der Liga. Ein Hauptgrund dafür ist Torwart Julian Pollersbeck, der seit dem 5. Spieltag Stammkeeper ist. Dabei profitierte der 22-Jährige aus der berühmten Schule von Gerry Ehrmann von der Roten Karte des eigentlich gesetzten Torhüters André Weis. Pollersbeck machte seine Sache so gut, dass er im November gar in der U21 der deutschen Nationalmannschaft debütierte.

Chancenverwertung zu schwach

Auf der anderen Seite steht aber der maue Angriff der Pfälzer, der zu den schwächsten der 2. Bundesliga gehört. Deshalb sollten die „Roten Teufel“ in der Winter-Vorbereitung tunlichst an der Chancenverwertung arbeiten: Bislang wurden nicht einmal 10% der Möglichkeiten genutzt. Zum Vergleich: Stuttgart, Spitzenreiter in dieser Statistik, verwertet beinahe jede vierte seiner Chancen. 

Positiv ist zu sehen, dass der Betzenberg zuletzt immer mehr zur Festung wurde – 6-mal in Folge gab es daheim keine Niederlage. Auswärts konnte Lautern dagegen erst einmal über drei Punkte jubeln. Außerdem sollte die jüngste Mannschaft der Liga in der Rückrunde möglichst selten in Rückstand geraten: Bisher gab es nämlich erst einen Punkt, wenn der Gegner das erste Tor der Partie geschossen hat. Nach einer Führung hat der FCK allerdings auch noch nie verloren.