1. FC Nürnberg: Erfolgsserie geht weiter – Aber Raphael Schäfer droht Saison-Aus

Zoltan Stieber als Matchwinner

Wie schon eine Woche zuvor im Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth hat es der 1. FC Nürnberg auch am gestrigen Freitagabend spannend gemacht und erst kurz vor Schluss den Siegtreffer zum 2:1 erzielt. Nachdem im Derby Niclas Füllkrug zum Helden avanciert war, gelang gestern Winter-Neuzugang Zoltan Stieber sein erstes Tor im Club-Trikot.

Ob dieser Treffer der Durchbruch für den abermals nur eingewechselten ungarischen Nationalspieler war, erscheint aber fraglich. Denn weil sich der zuvor schon verwarnte Stieber beim Torjubel das Trikot auszog, gab es folgerichtig von Schiedsrichter Florian Meyer die gelb-rote Karte, die kommende Woche einen Tribünenplatz bedeutet.

Trainer Rene Weiler dürfte diese überflüssige Sperre intern sicher ansprechen, zeigte sich aber trotz einer insgesamt eher überschaubaren Leistung gegen den FCK auf der offiziellen Webseite des Vereins erst einmal sehr zufrieden damit, die intensivste Phase der Saison erfolgreich gemeistert zu haben: “Man kann sicher nicht behaupten, dass wir heute ein sehr gutes Spiel gemacht haben. Wir hatten teilweise große Schwierigkeiten und man hat schon gemerkt, dass wir den hohen Belastungen etwas Tribut zollen mussten. Nach den vier Spielen in zwölf Tagen müssen wir jetzt erstmal regenerieren. Mit drei Siegen in Folge lässt sich das etwas leichter.”

Schäfer dementiert Achillessehnenriss

Getrübt wurde die Freude über den späten Sieg durch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Raphael Schäfer nach 66 Minuten. Der erfahrene Schlussmann blieb ohne gegnerische Einwirkung im Rasen hängen und gab sofort das Zeichen zur Auswechslung, die dann auch erfolgte.

Nach offiziellen Vereinsangaben nach Spielschluss bestand beim 37 Jahre alten Torhüter der Verdacht auf Achillessehnenriss, womit die Saison für Schäfer sicherlich beendet wäre. In diesem Fall wäre sogar denkbar, dass mit der Partie gegen Kaiserslautern eine lange Karriere zu Ende gegangen ist, hat Schäfer doch nach wie vor keinen Vertrag für die neue Saison und in den letzten Monaten recht klar erklärt, die Schuhe an den Nagel hängen zu wollen.

Gegenüber der “Nürnberger Zeitung” dementierte Schäfer selbst allerdings, dass es sich um einen Riss der Achillessehne handelt. Der Keeper selbst hofft nur auf einen Faserriss, wobei erst die MRT-Untersuchung am Montag endgültige Klarheit bringen wird.

Dass der in der Vergangenheit desöfteren scharf kritisierte Patrick Rakovsky nach seiner Einwechslung eine gute Partie ablieferte, lässt indes hoffen, dass auch ein längerer Ausfall von Schäfer keine Lücke reisst. Neben Rakovsky darf sich aber auch der als Nummer eins in die Saison gegangene Thorsten Kirschbaum wieder Chancen auf eine Rückkehr ins Tor ausrechnen.