1. FC Nürnberg: Erfurts Kevin Möhwald an der Angel? – Einigkeit offenbar schon erzielt

Nach der gestrigen Niederlage beim SV Sandhausen hat der 1. FC Nürnberg im Moment zwar andere Sorgen und muss zunächst in der Trainerfrage für Klarheit sorgen, doch laufen im Hintergrund längst auch schon die Planungen für die kommenden Transferperioden.

Sportvorstand Martin Bader hat erst am Donnerstag im „Kicker“ durchklingen lassen, dass schon im Januar durchaus weitere Neuzugänge möglich sind, sofern Qualität und Preis stimmen. Beides könnte bei Kevin Möhwald der Fall sein, der in dieser Spielzeit bei Rot-Weiß Erfurt zu den herausragenden Akteuren der dritten Liga gehört. Der 21-Jährige, der ein echtes Erfurter Eigengewächs ist und mit acht Jahren bei RWE mit dem Kicken begann, bringt es in dieser Saison bislang auf sechs Tore und eine Vorlage bei 15 Einsätzen.

Weil sein Vertrag am Ende der Saison ausläuft, haben längst zahlreiche Vereine aus den ersten beiden Ligen ein Auge auf den im zentralen Mittelfeld defensiv wie offensiv einsetzbaren Möhwald geworfen. Den Zuschlag erhält aber offenbar der FCN, der sich nach Informationen der „Bild“ mit dem zweimaligen U20-Nationalspieler bereits einig sein soll.

Angesichts seiner Position wäre Möhwald womöglich bereits ein Vorgriff auf den im Falle des Nicht-Aufstieges wohl kaum zu vermeidenden Abgang von Alessandro Schöpf. Dass Erfurt im Aufstiegskampf einen der absoluten Leistungsträger schon ein halbes Jahr vor Vertragsende ziehen lässt und Möhwald bereits im Januar nach Nürnberg übersiedelt, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Sollte sich Möhwald aber klar positionieren und den Wechsel für den Sommer frühzeitig verkünden, ist nichts unmöglich, zumal der Winter dann die letzte Möglichkeit für Erfurt wäre, für das Eigengewächs noch eine Ablöse zu erhalten.