1. FC Nürnberg: Ist Patrick Erras nur im Aufstiegsfall zu halten?

Keine Niederlage als Profi

Mit seinem vierten Saisontor zum 1:1-Endstand gegen den VfL Bochum sorgte Patrick Erras dafür, dass seine bemerkenswerte Serie weitergeht. Seitdem Trainer Rene Weiler den 21-Jährigen beim 1:1 gegen den FSV Frankfurt am elften Spieltag erstmals aufbot, hat der 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga nicht mehr verloren.

Sechs Siege und fünf Unentschieden lautet Erras’ Bilanz, der nach zuvor zwölf Einsätzen für die zweite Mannschaft in der Regionalliga längst nicht mehr aus dem zentralen Mittelfeld der Franken wegzudenken ist. Dass Nürnberg kurz vor Weihnachten im DFB-Pokal an Hertha BSC (0:2) scheiterte, als Erras zum einzigen Mal seit seinem Debüt im Aufgebot fehlte, unterstreicht nochmals die Bedeutung des Oberpfälzers, der inklusive dem 5:1 zuvor im Pokal gegen Fortuna Düsseldorf sogar seine ersten 13 Spiele als Profi nicht verloren hat.

Nach Stark und Schöpf nun Erras?

Besonders groß war die Freude in Nürnberg angesichts von Erras’ Leistungen natürlich darüber, dass der Shooting-Star seinen auslaufenden Vertrag kurz vor Weihnachten bis 2018 verlängert hat. Die drohende Gefahr, das Juwel im Sommer ablösefrei zu verlieren, hat der Club damit gebannt, wenngleich sich Erras dennoch weiterhin im Fokus der Bundesliga befindet.

Sollte der FCN den Sprung in die Bundesliga verpassen, ist nicht ausgeschlossen, dass nach Niklas Stark im letzten Sommer und Alessandro Schöpf nun im Winter wieder der Abgang eines selbst geformten Leistungsträgers droht. Manager Andreas Bornemann jedenfalls wollte und konnte einen Verkauf von Erras in “Bild” nicht ausschließen: “Es wird immer Vereine geben, die deine besten Spieler wegkaufen können. Das ist der Gang der Dinge. Wir werden nie einem Spieler den Anhänger ‘unverkäuflich‘ anhängen können.”

Erras selbst macht sich über seine mittel- bis langfristige Zukunft indes nach eigener Aussage keine großen Gedanken, sondern konzentriert sich auf die nächsten Aufgaben. Und werden diese gemeistert rückt die Bundesliga ja auch für den Club näher.