1. FC Nürnberg: Kein Geld für Winter-Transfers – Mehrere Top-Verdiener ohne Perspektive

Während Trainer Rene Weiler kein Geheimnis daraus macht, sich für die Rückrunde die eine oder andere Verstärkung zu wünschen, äußern sich die Verantwortlichen des 1. FC Nürnberg im Hinblick auf Transfers in der Winterpause deutlich reservierter.

Kutschke trifft gegen Wiedwald

Wieder ein neues Trikot? Nürnbergs Kutschke (hier im Paderborn-Dress) darf wohl gehen. ©Imago

Der neue Finanzchef Michael Meeske etwa erklärte nun auf bild.dekeinen Spielraum“ für Neuzugänge im Januar zu sehen. Daran ändern könnten wohl nur Abgänge etwas, wobei aus dem aktuellen Kader wohl nur die beiden Österreicher Alessandro Schöpf und Guido Burgstaller einen stattlichen Erlös garantieren würden. Damit verbunden wäre aber gleichzeitig eine sportliche Schwächung, die sicherlich auch nicht Sinn und Zweck von winterlichen Transferaktivitäten wäre. Youngster Patrick Erras kann zwar auf Sicht ebenfalls einen hohen Ertrag bringen, muss aber zunächst zur Verlängerung seines auslaufenden Vertrages bewegt werden, um einen ablösefreien Abgang im Sommer zu vermeiden.

Viele Top-Verdiener im zweiten Glied

Allerdings könnten Winter-Transfers auch dann möglich werden, wenn keine Ablösen generiert werden. Und zwar dann, wenn einige Akteure aus der zweiten Reihe mit sehr gut dotierten Verträgen von der Gehaltsliste gestrichen werden können.

Neben dem zwischenzeitlich schon zur zweiten Mannschaft abkommandierten Trio Jakub Sylvestr, Stefan Kutschke und Robert Koch besitzt nach dem Aufstieg von Erras auch Routinier Jan Polak nur noch begrenzte Perspektiven. Diese vier Spieler haben aber zumindest noch Chancen, sich im Training zu empfehlen, wohingegen Timo Gebhart auch unabhängigen von wiederkehrenden Verletzungen komplett außen vor ist.

Den 26 Jahre alten Mittelfeldspieler, der dem Vernehmen nach auch in der zweiten Liga mehr als eine Million Euro pro Jahr verdienen soll, würde der Club lieber heute als morgen von der Gehaltsliste haben, wie Sportvorstand Andreas Bornemann ohne Umschweife deutlich macht: “Für unsere Gesamtsituation ist Gebharts Gehalt keine unwesentliche Belastung. Er ist ein großer Posten in unserem Spieler-Etat ohne jeglichen sportlichen Nutzen.“

Die Hoffnung, Gebhart im Winter abgeben zu können, ist in Nürnberg noch vorhanden, doch die Interessenten stehen nicht gerade Schlange. Spekuliert wurde zuletzt zwar über ein Interesse des FC St. Pauli, doch Konkretes hat sich in dieser Hinsicht nicht ergeben.