1. FC Nürnberg: Keine Kaufoption bei Sebastian Kerk – Holt der SC Freiburg den Youngster zurück?

Rückschläge weggesteckt

Nur noch drei Punkte liegt der 1. FC Nürnberg hinter dem SC Freiburg und RB Leipzig, was bis zum Saisonende einen spannenden Dreikampf um die beiden direkten Aufstiegsplätze erwarten lässt. Die Form spricht dabei fraglos für den seit 17 Spielen unbesiegten Club, der nach dem 2:1-Sieg gegen Freiburg vor Weihnachten nun vor der Länderspielpause auch Leipzig (3:1) bezwang.

Bemerkenswert ist, dass sich die Mannschaft von Trainer Rene Weiler in den letzten Wochen und Monaten auch von Rückschlägen nicht von ihrem Weg hat abbringen lassen. So erwies sich Ondrej Petrak nicht nur wegen seines Tores zum zwischenzeitlichen Ausgleich als guter Ersatz für Shooting-Star Patrick Erras, der mit einem Kreuzbandriss bis weit in die neue Saison hinein fehlen wird.

Und zuvor wurde schon der Abgang von Spielmacher Alessandro Schöpf zum FC Schalke 04 sehr gut kompensiert. Zwar konnte der als Ersatz vom Hamburger SV ausgeliehene Zoltan Stieber die Erwartungen bislang nicht erfüllen, doch dafür ist nach der Winterpause Sebastian Kerk durchgestartet.

Vier Scorer-Punkte nach dem Winter

Kerk, der Anfang 2015 vom SC Freiburg ausgeliehen wurde und schon in seinen ersten Monaten in Nürnberg gewisse Qualitäten andeuten konnte, kam in der Hinrunde wegen langwieriger Leistenprobleme nur zu drei Einsätzen über insgesamt 158 Minuten, in denen dem 21-Jährigen immerhin ein Tor und eine Vorlage gelangen.

Nach der Winterpause stand Kerk nun in allen acht Spielen auf dem Platz und zuletzt nach zuvor drei Einwechslungen fünfmal in Folge in der Startelf. Mit zwei Toren und zwei Assists sowie darüber hinaus vielen guten Szenen in der Offensive hat sich der Junioren-Nationalspieler inzwischen festgespielt. Nicht zuletzt dank starker Standardsituationen und einer verbesserten Defensivarbeit, die Coach Weiler in der Vergangenheit immer wieder bemängelte.

Klar ist, dass der Club Kerk nach dessen positiver Entwicklung gerne halten würde. Allerdings endet die Leihvereinbarung mit Freiburg am Saisonende und Nürnberg besitzt keine Kaufoption. Angesichts der in den vergangenen Wochen gezeigten Leistungen wäre es überraschend, würde der Sport-Club auf sein Eigengewächs verzichten. Kerk selbst macht sich über seine Zukunft aber keine großen Gedanken. Der schusskräftige Offensivmann konzentriert sich laut seiner Aussage im „Kicker“ (Ausgabe 25/2016 vom 24.03.2016) auf „das Hier und Jetzt und damit das nächste Spiel, das andere liegt nicht in meiner Hand.“