1. FC Nürnberg: Kommt Zoltan Stieber als Schöpf-Ersatz? – Österreicher vor Wechsel zu Schalke

Sechs Millionen Euro für Schöpf?

Der 1. FC Nürnberg muss im Aufstiegsrennen wohl einen personellen Rückschlag verkraften. Auch wenn Sportvorstand Andreas Bornemann in den vergangenen Tagen und Wochen mehrfach betont hat, aus finanziellen Gründen keine Leistungsträger abgeben zu müssen, steht Alessandro Schöpf nun vor dem Absprung.

Noch am Sonntag hatte Bornemann berichtet, ein Angebot des FC Schalke 04 abgelehnt zu haben, doch am gestrigen Montag hörte sich das Ganze schon anders an. „Wir sind von den Summen her nicht weit auseinander“, zitierte kicker.de Bornemann, während Trainer Rene Weiler in einer Presserunde die Hoffnung auf einen Verbleib von Schöpf schon aufgab: „Ich gehe davon aus, dass uns Schöpf noch im Winter verlassen wird“, so der Schweizer Fußball-Lehrer, der den Wechselwunsch seines Spielmachers durchaus nachvollziehen kann: „Wenn es ein anderer Verein gewesen wäre, dann wäre Schöpf nicht auf uns zugekommen. Aber Schalke ist schon eine andere Nummer.“

Nachdem sich Schalke mit einer Fünf-Millionen-Offerte noch einen Korb eingehandelt hatte, ist eine Einigung bei rund sechs Millionen Euro wahrscheinlich, wobei zusätzlich erfolgsabhängige Bonus-Zahlungen vereinbart werden dürften, beispielsweise für den Schalker Einzug in die Champions League.

Zoltan Stieber im Fokus?

Klar ist, dass nicht die kompletten Einnahmen auf das Club-Konto wandern werden. Während wohl zehn Prozent an Schöpfs Ex-Verein FC Bayern München weitergereicht werden müssen, wird ein Teil sicherlich in neues Personal investiert.

So betonte Trainer Weiler, dass der Schöpf-Abgang intern nicht kompensiert werden könne. Vermutlich wird deshalb in der Januar-Transferperiode nicht nur eine Alternative zu Rechtsverteidiger Miso Brecko kommen, sondern auch ein neuer Kreativspieler für das Mittelfeld. Ein Kandidat ist laut kicker.de Zoltan Stieber vom Hamburger SV. Der ungarische Nationalspieler, der im Hinblick auf die EM 2016 mehr Spielpraxis benötigt als zuletzt beim Bundesliga-Dino, hat bei Alemannia Aachen und der SpVgg Greuther Fürth schon gezeigt, in der 2. Bundesliga herausragende Leistungen bringen zu können.

Der 27-Jährige, der in den letzten Monaten unter anderem auch mit Fortuna Düsseldorf und dem TSV 1860 München in Verbindung gebracht wurde, müsste bei einem Wechsel nach Nürnberg aber wohl finanzielle Abstriche hinnehmen.