1. FC Nürnberg: Startelf-Chance für Sebastian Kerk? – Zoltan Stieber noch kein Schöpf-Ersatz

Stieber braucht noch Zeit

Mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen nach der Winterpause hat der 1. FC Nürnberg zwar einen guten Start ins neue Jahr hingelegt, doch abgesehen davon, dass am Montag gegen den VfL Bochum (1:1) die Serie von sechs Siegen am Stück gerissen ist, fehlt beim Club derzeit noch ein wenig die Leichtigkeit aus dem Spätherbst.

Ein Grund dafür ist sicherlich das Fehlen des zum FC Schalke 04 abgewanderten Alessandro Schöpf, dessen Nachfolger Zoltan Stieber die hohen Erwartungen bislang noch nicht erfüllen konnte. Der vom Hamburger SV ausgeliehene Ungar, der sich in Nürnberg auch für den EM-Kader seines Landes empfehlen will, braucht offenkundig noch Zeit. Vor allem auch, um sich wieder an die körperbetontere Spielweise in der zweiten Liga einzustellen.

Kerk empfiehlt sich

Zeit hat der FCN mitten im Aufstiegsrennen, in dem am Ende jeder Punkt wichtig sein könnte, allerdings nicht. Daher scheint nicht ausgeschlossen, dass Stiebers Anpassungsprozess schon beim nächsten Spiel am Montag bei Fortuna Düsseldorf erst einmal als Ersatzspieler weitergeht.

Denn Trainer Rene Weiler hat durchaus Alternativen. Insbesondere Sebastian Kerk, der die rund 35 Minuten nach seiner Einwechslung gegen Bochum zu einem Empfehlungsschreiben nutzte. Der 21-Jährige, der in der Hinrunde wegen einer langwierigen Leistenverletzung nur zu drei Einsätzen gekommen ist, sorgte im Nürnberger Offensivspiel für eine deutliche Belebung und in einigen Szenen für Torgefahr. Und schließlich war es auch Kerks Ecke, die Patrick Erras per Kopf im Bochumer Tor unterbrachte.

Trainer Weiler verriet nun im “Kicker” (Ausgabe 15/2016 vom 18.02.2016), dass der seit Januar 2015 und noch bis Saisonende vom SC Freiburg ausgeliehene Kerk “nah dran an einem Stammplatz” sei. Ein Einsatz von Beginn an in Düsseldorf wäre damit keine Überraschung.