1. FC Nürnberg: Thorsten Kirschbaum vermisst Vertrauen

Kein klares Bekenntnis von Michael Köllner

Thorsten Kirschbaum

Macht sich Gedanken: Thorsten Kirschbaum © Imago

Thorsten Kirschbaum hat sich in der Hinrunde mit einem Jahr Anlaufzeit zu einem echten Rückhalt im Tor des 1. FC Nürnberg entwickelt. Der Schlussmann, der am morgigen Donnerstag seinen 30. Geburtstag feiert, war in dieser Spielzeit eine der wenigen Konstanten, bis ihn eine Bauchmuskelverletzung aus der Bahn warf.

Kirschbaum lehnt Bankplatz ab

Seit dem 0:1 im Derby bei der SpVgg Greuther Fürth fiel Kirschbaum aus und hat damit noch kein Spiel unter dem neuen Trainer Michael Köllner bestritten. Auch beim so wichtigen 2:1-Sieg gegen Erzgebirge Aue fehlte der längst wieder fitte Kirschbaum am Samstag komplett im Kader. Letzteres auf eigenen Wunsch, wie Kirschbaum nun in Bild verriet: „Der Trainer hat mir offen gelassen, ob ich mich auf die Bank setze. Aus der ersten Enttäuschung heraus, habe ich das dann aber abgelehnt“, schildert Kirschbaum seine Gefühlslage, nachdem er von der Aufstellung gegen Aue erfahren hatte.

Ich hätte mir ein bisschen mehr Vertrauen vom Trainer gewünscht. (Thorsten Kirschbaum)

Köllner beließ es bei Routinier Raphael Schäfer im Tor, was bei Kirschbaum trotz der Erklärungsversuche des Trainers auf wenig Verständnis stieß: „Der Trainer hat mir das mit den vielen Umstellungen begründet. Das ist für mich aber nur bedingt nachvollziehbar, denn ich glaube schon, dass ich in dieser Saison ein großer Stabilisator war. Insofern hätte ich mir ein bisschen mehr Vertrauen vom Trainer gewünscht.“

Ich weiß noch nicht, wie der Verein mit mir plant. (Thorsten Kirschbaum)

Die Ereignisse der letzten Tage nimmt Kirschbaum nun offenbar auch zum Anlass, sich grundlegende Gedanken zu machen: „Ich weiß noch nicht, wie der Verein mit mir plant, immerhin läuft ja 2018 mein Vertrag aus. Noch wurde mit mir darüber nicht gesprochen.“

Bredlow als neuer Konkurrent

Klar ist, dass der Club mit Fabian Bredlow vom Halleschen FC bereits einen hochtalentierten Torwart verpflichtet hat.

Und Köllner scheint von Kirschbaum nicht restlos überzeugt zu sein, wie dessen weiterhin nicht wirklich eindeutiges Bekenntnis zur eigentlichen Nummer eins zumindest erahnen lässt: „Thorsten ist ein Torhüter, auf den wir bauen, das habe ich ihm auch gesagt. Jetzt schauen wir mal, wie diese Woche läuft und dann werden wir sehen, wie sich die Konstellation für Würzburg ergibt.“

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