1. FC Union Berlin: Nicht-Aufstieg wäre kein Drama

Eiserne planen für die 2. Liga

Jens Keller

Hält den Erwartungsdruck bewusst klein: Jens Keller © Imago

Nur einen Punkt liegt der 1. FC Union Berlin hinter dem dritten Platz zurück und auch bis Rang zwei sind es nur zwei Zähler. Bei einem eigenen Sieg am Sonntag beim Karlsruher SC stehen die Chancen der Eisernen, in der Tabelle zu klettern, wohl nicht ganz schlecht, hat das zweitplatzierte Hannover 96 doch ein richtig schweres Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden vor der Brust.

Der Fokus bei Union liegt aber natürlich klar auf der eigenen Aufgabe, die bei einem gegen den Abstieg kämpfenden KSC sicher nicht einfach wird. Generell ist Union-Trainer Jens Keller, der in Karlsruhe auf den gesperrten Kapitän Felix Kroos verzichten muss, darum bemüht, den Druck auf seine Mannschaft nicht zu groß werden zu lassen.

Wir sind kein Aufstieg-ist-Muss-Verein. (Jens Keller)

In Berlin-Köpenick träumt man natürlich von der Bundesliga, doch Keller betonte nun in Bild, dass es kein Drama wäre, würde der Sprung ins Oberhaus in dieser Saison nicht gelingen: „Wir stehen nach 20 Spieltagen zu Recht da, wo wir stehen. Wir haben auch Ziele. Aber keiner bricht zusammen, wenn es nicht so kommt. Wir sind kein Aufstieg-ist-Muss-Verein.“

Psychologisch im Vorteil?

Keller betonte vielmehr, dass die Planungen an der Alten Försterei im Moment auf ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga ausgerichtet seien: „Wir spinnen nicht herum. Wir planen für die 2. Liga. Aber wenn doch der Aufstieg kommt, haben wir genügend Möglichkeiten, um den einen oder anderen Spieler zu holen.“

Angesichts der großen Konkurrenz tut Keller gut daran, die Erwartungshaltung zu bremsen und sein Team eher in der Außenseiterrolle zu etablieren. Diese Möglichkeit haben der VfB Stuttgart und Hannover 96, die beide mehr oder weniger aufsteigen müssen, nicht. Und auch bei Eintracht Braunschweig wäre der Nicht-Aufstieg nach der guten Hinserie und der Herbstmeisterschaft eine Enttäuschung. Rein psychologisch besitzt Union daher nicht die schlechteste Ausgangsposition.

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