Arminia Bielefeld: Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Fabian Klos, Torjäger von Arminia Bielefeld.

Traf in den abschließenden beiden Spielen des Jahres 2016: Bielefelds Torjäger Fabian Klos. ©Imago

Nach einer passablen Vorsaison (Platz 12) ging es in der Hinrunde 2016/2017 bei Arminia Bielefeld drunter und drüber. Der Abgang von Ex-Trainer Norbert Meier vor der Saison konnte nicht kompensiert werden. Inzwischen ist auch sein Nachfolger schon längst nicht mehr am Ruder. Liga-Zwei.de analysiert die erste Saisonhälfte der Ostwestfalen und zeigt die Gründe für den Absturz auf.

Ein Jahr – vier Trainer

Nach Platz 12 in der Vorsaison wollte sich die Arminia in dieser Spielzeit in der 2. Bundesliga weiter etablieren. Inzwischen muss man konstatieren, das dies nicht gelungen ist. Im Sommer verließ Trainer Norbert Meier die Bielefelder in Richtung 1. Bundesliga zum SV Darmstadt. Als neuer Coach wurde Rüdiger Rehm von der SG Sonnenhof Großaspach verpflichtet. Ein Fehlgriff, der bereits nach zehn Spieltagen korrigiert wurde.

Mit Interimstrainer Carsten Rump wurde am 11. Spieltag der erste Saisonsieg geholt, seit dem 12. Spieltag versucht nun Jürgen Kramny, zumindest den Klassenerhalt zu sichern. 2015/2016 standen die Ostwestfalen nicht ein einziges Mal auf einem Abstiegs- oder Relegationsplatz, in der Hinrunde dieser Saison war die Arminia seit dem vierten Spieltag (mit Ausnahme von drei Spieltagen) durchgehend auf einem Abstiegs- oder Relegationsrang zu finden.

Die Gründe für den Absturz

Nachdem Meier der Arminia den Rücken gekehrt hatte, wollte sein Nachfolger Rehm mit neuem 4-4-2-System offensiver und attraktiver spielen lassen. Ein Experiment, das komplett in die Hose ging, weil die Mannschaft ihre Balance verlor. Die Arminia konnte keines der ersten zehn Spiele gewinnen, holte lediglich 5 Punkte. Die Defensive, im Vorjahr noch die viertbeste der Liga, kassierte in der Hinrunde 2016/2017 die zweitmeisten Gegentore.

Nach dem letzten Spieltag in 2016 beklagte Kramny die fehlende Qualität im Mittelfeld, insbesondere auf der so wichtigen Sechser- und Achter-Position müsse dringend nachgebessert werden. Die Zahlen geben Kramny recht: Die Arminia schafft es einfach nicht mehr, Kontrolle über das Spiel zu erlangen und weist mit gerade mal 47,1 % den schwächsten Ballbesitz-Wert der gesamten Liga auf. Kein Wunder also, dass kein Team häufiger in Rückstand geriet als die Arminia (12-mal).

Es muss also dringend zur alten defensiven Stabilität zurück gefunden werden. Ein klarerer Auftrag, den Kramny nun in der Winter-Vorbereitung umsetzen will.