FSV Frankfurt: Chadli Amri und Ranisav Jovanovic abgereist – Kann Marvin Knoll überzeugen?

Überraschend sind Chadli Amri und Ranisav Jovanovic am Freitag aus dem Trainingslager des FSV Frankfurt in Bad Kreuznach abgereist. Die sportliche Leitung dess FSV gab sich in Bezug auf diese Personalien bedeckt. Weder Amri, der auf den offensiven Außenbahnen zuhause ist und in der Rückrundde der Saison 2011/12 ein gleichsam vielversprechendes wie kurzes Gastspiel gegeben hatte, noch der vor kurzem beim Absturzverein MSV Duisburg unter Vertrag stehene Ranisav Jovanovic haben offenbar eine Perspektive beim letztjährigen Zweitliga-Vierten.

Die Verantwortlichen beim FSV gaben sich in Bezug auf die beiden Personalien relativ schweigsam, ob eine Verpflichtung der Beiden weiterhin in Betracht gezogen wird, ist eher unwahrscheinlich. Wie FSV-Cheftrainer gegenünber „Bild Frankfurt“ sagte, sei Amri zu Gesprächen mit einem anderen Verein aufgebrochen. Jovanovic hingegen habe „einen privaten und einen halbprivaten Termin. Davon hat er die ganze Woche gewusst, es uns aber erst jetzt gesagt“, erläuterte der Coach der Bornheimer und wirkte angesichts dessen leicht angesäuert. Aus sportlicher Sicht hält Möhlmann durchaus einiges von dem serbischen Mittelstürmer, so dass eine Verpflichtung weiterhin nicht völlig auszuschließen ist.

Beim Fußballsportverein besteht in Bezug auf das spielende Personal Handlungsbedarf. Mit Tim Heubach, Zafer Yelen, Mathew Leckie sowie den Neuzugängen Joni Kauko und Denis Epstein fehlen den Bornheimern zum Saisonstart gleich fünf potentielle Stammspieler. Zwei Neue sollen daher noch kommen, einer für die Defensive, einer für den Angriff. Mit Marvin Knoll (22), zuletzt in Diensten von Hertha BSC, trainierte in dieser Woche neben Amri und Jovanović ein weiterer Testspieler bei den Schwarz-Blauen mit. Seine Aussichten auf eine Verpflichtung stehen offenbar nicht schlecht, Sportchef Uwe Stöver bewertete seinen Auftritt beim Testspiel am Donnerstag abend gegen den 1. FC Saarbrücken (2:1) durchaus positiv. Benno Möhlmann hingegen äußerte sich eher zurückhaltend. Unabhängig davon ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Tagen weitere potentielle Neuzugänge in Bad Kreuznach, wo der FSV noch bis Mittwoch bleibt, vorspielen werden.