Hannover 96: Kommt nun doch Andre Breitenreiter?

Entlassung von Daniel Stendel wohl nur noch Formsache

Martin Kind

Will keine Ablöse für Breitenreiter bezahlen: Martin Kind © Imago

Offiziell wurde am gestrigen Sonntag und damit einen Tag nach dem erneut nicht überzeugenden Auftritt beim FC St. Pauli (0:0) nichts verkündet. Inzwischen gilt es aber als beschlossene Sache, dass sich Hannover 96 von Trainer Daniel Stendel trennen wird.

Nachdem die Verantwortlichen um Klubboss Martin Kind, Aufsichtsrat Martin Andermatt und Sportdirektor Horst Heldt den Tag über zusammengesessen haben, äußerte sich am späten Abend im Sportclub des NDR lediglich Kind: „Es ist eine schwierige Entscheidung, die wir verantwortungsbewusst treffen und umfassend diskutieren müssen. Die Entscheidung wird Montag oder Dienstag verkündet“, wollte indes auch der nach wie vor starke Mann in Hannover nicht allzu viel verraten.

Mehrere Kandidaten in der Verlosung

Nichtsdestotrotz läuft alles auf eine Entlassung Stendels hinaus und es scheint so, dass die Bekanntgabe der Trennung vom 42-Jährigen gleichzeitig mit der Präsentation des Nachfolgers erfolgen soll. Genau wie es vor zwei Wochen im Falle von Horst Heldt gelaufen ist, für den Geschäftsführer Martin Bader und der Sportliche Leiter Christian Möckel gehen mussten.

Wir beschäftigen uns mit mehreren Kandidaten. (Martin Kind)

Kind erklärte im „NDR“, dass ein eher erfahrener Trainer gesucht werde und dessen Name eher unwichtig sei: „Wir beschäftigen uns mit mehreren Kandidaten, ich kann gar nichts ausschließen“, deutete Kind zudem an, dass es nicht die eine Wunschlösung gibt.

Breitenreiter bemüht sich um Vertragsauflösung

Konkret geäußert hat sich Kind auf Nachfrage zum seit gestern wieder ganz heiß gehandelten Andre Breitenreiter, der zwischenzeitlich schon kein Thema mehr schien. „Dieses Problem können wir nicht lösen“, betonte Kind in Bezug auf den noch laufenden Vertrag Breitenreiters beim FC Schalke 04 und schloss aus, eine Ablöse für den 43-Jährigen zu bezahlen.

Das ist möglicherweise aber auch gar nicht nötig, denn laut Bild versuchte Breitenreiter bereits am Sonntag, seinen noch bis Saisonende laufenden Vertrag auf Schalke aufzulösen. Verzichtet der einstige 96-Profi auf sein Restgehalt oder zumindest Teile davon, könnte Schalke auch ohne Ablöse ebenfalls richtig profitieren.

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