Karlsruher SC: Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Grischa Prömel, Mittelfeldspieler des Karlsruher SC.

Können sich Grischa Prömel und der KSC unter Mirko Slomka aus dem Tabellenkeller befreien? ©Imago

Eine turbulente Hinserie liegt hinter dem Karlsruher SC. Mit Markus Kauczinski ging im Sommer nach vier Jahren der Trainer der Mannschaft von Bord. Nachdem 2015 nur haarscharf der Aufstieg in die Bundesliga verpasst wurde, landeten die Badener in der Vorsaison auf dem 7. Rang. Mit Nachfolger Tomas Oral wollte der KSC wieder oben angreifen, doch die Reise ging in die andere Richtung. Und so müssen die Karlsruher nach einer desaströsen Hinrunde nun sogar um den Verbleib im Unterhaus bangen.

Offensiv unter Oral zu harmlos

In 15 Spielen unter Oral holten die Karlsruher gerade einmal zwei Siege, scheiterten zudem auch in der 1. Runde des DFB-Pokals bei 1860 München. Defensiv stand die Mannschaft dabei weiterhin stabil, kassierte mit 21 Gegentreffern genauso viele wie der Tabellendritte VfB Stuttgart. In der Offensive war der KSC jedoch viel zu harmlos. Mit nur 11 Treffern erzielten die Badener gemeinsam mit Schlusslicht St. Pauli ligaweit die wenigsten Tore in den 17 Spielen der Hinserie.

Weitere Zahlen belegen, dass die offensive Harmlosigkeit den KSC in die missliche Lage geführt hat. Die Mannschaft schoss nur 52-mal auf das gegnerische Tor und hatte die zweitschlechteste Chancenverwertung (8,5%). Nur sechs Tore von Stürmern sind ebenfalls Minusrekord. Kein Wunder also, dass die Mannschaft in sieben der 17 Spiele auch komplett ohne eigene Treffer blieb. Es ist fast unmöglich, so Punkte oder gar Siege einzufahren.

Karlsruher Personal-Karussell

Doch auch in der Führungsetage des KSC ging es im Herbst und Winter 2016 turbulent zu. Als Anfang Dezember Oral gefeuert wurde, war auch der Sportdirektor, der ihn einst eingestellt hatte, bereits nicht mehr da. Jens Todt ging in die 1. Bundesliga zum Hamburger SV. Sein Nachfolger hat genau dort bereits Erfahrungen im Krisenmanagement sammeln können und soll den Traditionsklub wieder nach oben führen: Oliver Kreuzer leitet seit dem 01.12.2016 die sportliche Abteilung der Karlsruher.

Nach der Entlassung von Oral setzte Kreuzer den Jugend-Trainer Lukas Kwasniok als Interims-Coach auf die Bank. Mit ihm stabilisierte sich die krisengeschüttelte Mannschaft etwas und erkämpfte in den beiden Spielen unter seiner Leitung immerhin zwei Remis. Inzwischen konnte Kreuzer mit Mirko Slomka einen hoch angesehenen und erfahrenen neuen Trainer präsentieren, der in der Rückrunde versuchen will, den KSC wieder auf Kurs zu bringen.