MSV Duisburg: Auch Ivica Grlic bliebe bei Abstieg – Kompletter Kaderumbruch wahrscheinlich

Weiter mit Gruev und Grlic

Obwohl sich die Verantwortlichen in Durchhalteparolen üben und weiterhin bemüht sind, in der Öffentlichkeit Zuversicht auszustrahlen, muss man sich beim MSV Duisburg angesichts von elf Punkten Rückstand ans rettende Ufer und auch schon fünf Zähler Distanz zum Relegationsplatz mit einer Zukunft in der 3. Liga befassen.

Und intern passiert dies durchaus, wie der Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Marbach bereits zu Beginn der Woche eingeräumt hat. Dabei hat sich Marbach bereits darauf festgelegt, mit dem nach 13 Spieltagen verpflichteten Trainer Ilia Gruev, der nur in seinen ersten Wochen für einen spürbaren Aufschwung sorgen konnte, auch in die dritte Liga zu gehen. Und MSV-Geschäftsführer Bernd Maas gab nun via bild.de auch ein klares Bekenntnis zum Sportdirektor ab: „Ivo Grlic steht nicht zur Disposition!“

24 Verträge enden

Nachdem Grlic selbst schon angekündigt hat, seine Arbeit auch im Abstiegsfall fortsetzen zu wollen, wären zumindest die sportliche Leitung schon besetzt, was eine frühzeitige Planung ermöglicht. Und diese dürfte auch nötig sein, droht doch im beim Sturz in die Drittklassigkeit ähnlich wie vor drei Jahren wieder ein totaler Umbruch im Kader.

Gleich 24 Verträge laufen aus und angesichts von deutlich niedrigeren Fernsehgeldern sowie eines nach wie vor vorhandenen Schuldenstands von rund 7,5 Millionen Euro können wohl nur wenige Leistungsträger gehalten werden. Utopisch wären Weiterverpflichtungen von Akteuren wie James Holland, Victor Obinna oder Tomane, die erst im Laufe der Saison gekommen sind und vergleichsweise gut verdienen.

Spieler wie Zlatko Janjic oder der nach seine Hüft-OP am heutigen Mittwoch vor einer langen Pause stehende Martin Dausch könnten gemeinsam mit noch bis 2017 gebundenen Akteuren wie Kevin Wolze, Dustin Bomheuer oder Simon Brandstetter das Gerüst einer neuen MSV-Elf bilden.