MSV Duisburg: Enttäuschung trotz viertem Spiel in Folge ohne Niederlage

Rückstand droht anzuwachsen

Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig – so muss man wohl aus Sicht des MSV Duisburg das gestrige 0:0 im Kellerduell beim SC Paderborn bezeichnen. Die Zebras sind zwar nun schon seit vier Partien ungeschlagen, doch der am Freitagabend auf fünf Punkte verkürzte Rückstand ans rettende Ufer und auf den Relegationsplatz könnte bis Sonntagabend jeweils auch acht Zähler anwachsen, weil Fortuna Düsseldorf (heute gegen den 1. FC Kaisesrlautern) und der TSV 1860 München (morgen gegen Arminia Bielefeld) keine unlösbaren Aufgaben vor der Brust haben.

Ein Rückstand von acht Punkten wäre dann an den letzten sieben Spieltagen vermutlich kaum mehr aufzuholen, zumal der MSV mit RB Leipzig, dem SC Freiburg und dem 1. FC Nürnberg noch gegen alle drei Top-Teams antreten muss, die im engen Aufstiegsrennen nichts zu verschenken haben.

Fans verhöhnen die eigene Mannschaft

Umso bitterer war es deshalb, dass in Paderborn auch in mehr als halbstündiger Überzahl nichts Zählbares zustande gebracht wurde. Trainer Ilia Gruev zeigte sich anschließend auf der offiziellen Webseite enttäuscht: „Das war das zu erwartende, körperbetonte Spiel. Keiner hat hier heute Geschenke gemacht. Nach dem Platzverweis hatten wir eigentlich alles auf unserer Seite, konnten aber das Bollwerk nicht knacken. Mit Iljutcenko, Onuegbu und Obinna haben wir offensiv alles probiert.“

Weil es der MSV auch in Überzahl nicht verstand, sich zwingende Chancen zu erarbeiten, gingen die mitgereisten Anhänger dazu über, ihr eigenes Team mit „Absteiger„-Rufen zu verhöhnen. Für Thomas Bröker eine enttäuschende Reaktion, wie der Routinier gegenüber bild.de auch mit Blick auf den zweifellos vorhandenen Einsatzwillen betonte: „Das tut weh, denn die Mannschaft will. Aber uns helfen eben nur Siege…“

Nach der Länderspielpause erwartet der MSV nun den 1. FC Heidenheim, gegen den ein Sieg Pflicht ist. Reicht es dann wieder nicht, können die Planungen für ein weiteres Zweitliga-Jahr vernachlässigt werden.