MSV Duisburg: Ilia Gruev bleibt auch bei Abstieg – Einige Fragezeichen bei der Drittliga-Planung

Abstieg intern bereits ein Thema

Die im Winter durchaus noch vorhandenen Hoffnungen des MSV Duisburg auf den Klassenerhalt haben mit den beiden Niederlagen zum Jahresauftakt bei Arminia Bielefeld (1:2) und gegen den Karlsruher SC (0:1) einen herben Dämpfer erhalten. Angesichts von elf Punkten Rückstand ans rettende Ufer ist schon jetzt nur noch die Relegation ein halbwegs realistisches Ziel, wofür die Zebras aber auch fünf Zähler auf den SC Paderborn gutmachen und zugleich auch noch den TSV 1860 München überflügeln müssten.

Nüchtern betrachtet droht dem MSV der erneute Sturz in die Drittklassigkeit, wovor die Verantwortlichen auch nicht die Augen verschließen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Marbach verriet nun gegenüber der „Reviersport„, dass der Fall der Fälle intern bereits thematisiert worden ist: „Wir hatten in der letzten Woche unsere Aufsichtsratssitzung. Die Lizenz beantragen wir für beide Ligen. Aber wir müssen natürlich Vorsorge treffen für den Fall, dass wir nicht drinbleiben.“

Mit Gruev in die 3. Liga

Allzu rosig sehen die Duisburger Perspektiven im Abstiegsfall indes nicht aus, wie Marbach weiter andeutete: „Eine Aufstiegs-Mannschaft kannst du nur zusammenstellen, wenn alle Sponsoren diesen Weg mitgehen. Aus eigener Kraft wird das nicht gelingen. Und mit einem 17.000er-Zuschauerschnitt können wir auch nicht kalkulieren.“

Feststeht indes schon, dass der MSV auch mit Trainer Ilia Gruev in die 3. Liga gehen würde. „Ilia Gruev hat auch für die 3. Liga unser Vertrauen“, lässt Marbach keinen Zweifel an einer Zukunft mit dem 46 Jahre alten Fußball-Lehrer.

Mit sechs Punkten aus acht Spielen liest sich die Bilanz des Bulgaren zwar auch nur bedingt besser als die Ausbeute von Aufstiegscoach Gino Lettieri, der in 13 Partien sechs Zähler verbuchte, doch mehr und mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass schlichtweg die Qualität der Mannschaft nicht ausreicht.