SpVgg Greuther Fürth: Besorgniserregener Trend – Ruthenbeck sauer auf die Zuschauer

Nur ein Punkt aus fünf Spielen

Die SpVgg Greuther Fürth hat in der Winterpause mit einer enormen Fluktuation im Kader für Aufsehen gesorgt. Sechs Neuzugängen standen sieben Abgänge gegenüber, womit klar ist, dass sich eine funktionierende Elf und eine neue Hierarchie erst finden müssen, zumal Routiniers wie Stephan Schröck und Goran Sukalo gingen.

Dass dieser Personalwechsel nicht ohne Risiko ist, war den Fürther Verantwortlichen klar. Und die nicht wenigen Skeptiker, die trotz 25 Punkten und einem Vorsprung von acht Zählern auf Relegationsplatz 16 schon in der Winterpause vor einem drohenden Abstiegskampf warnten, dürfen sich nach der gestrigen Auftaktpleite gegen den FC St. Pauli (0:2) erst einmal bestätigt sehen.

An den Abständen nach unten hat sich zwar nichts geändert, doch mittlerweile hat die SpVgg aus den letzten fünf Spielen nur einen einzigen Punkt geholt. Der Trend ist klar negativ und sorgt vor den Partien beim FSV Frankfurt und gegen den MSV Duisburg, die beide hinter Fürth stehen, für Druck.

Ruthenbeck ärgert sich über Unmutsbekundungen

Trainer Stefan Ruthenbeck weiß um die Situation, wollte seiner Elf auf der offiziellen Homepage des Vereins aber keine Vorwürfe machen: “Die Jungs haben alles rausgehauen, wir haben hohen Aufwand betrieben, aber wir sind nicht zwingend. Daran müssen wir arbeiten. Wir wollen eine stabile Saison, dafür war es zuletzt aber eindeutig zu wenig.”

Alles andere als einverstanden war Ruthenbeck hingegen mit den Zuschauern, die er via “Kicker” (Ausgabe 12/2016 vom 08.02.2016) heftig kritisierte: “Ich bin froh, dass meine Familie auf der Gegengerade und nicht hinter mir auf der Vortribüne sitzt. Was ich da gegen meine Person hören muss, ist beschämend. Sollen sie doch ‘Ruthenbeck-Raus’ rufen, aber was da passiert, geht gar nicht.”

Auch die Pfiffe gegen einige seiner Spieler, allen voran Jürgen Gjasula und Marco Stiepermann, stießen Ruthenbeck sauer auf: “Ich weiß nicht, ob Pfiffe uns in dieser Phase weiterhelfen. Jürgen zum Beispiel sitzt gerade niedergeschlagen in der Kabine und weiß selbst am besten, dass er kein gutes Spiel gemacht hat.”

Auch die Reaktionen auf den Rängen spiegeln die momentane Unzufriedenheit in Fürth und die vorhandene Angst vor einem Absturz wieder. Umso wichtiger wäre es daher, schon in Frankfurt etwas mitzunehmen.