TSV 1860 München: Bei Abstieg zurück ins Grünwalder Stadion – 3. Liga eine große Herausforderung

Die Relegation als Rettungsanker

Die Partie am Sonntag gegen den VfL Bochum besitzt für den TSV 1860 München wie jedes der verbleibenden 13 Saisonspiele enorme Bedeutung. Angesichts von neun Punkten Rückstand ans rettende Ufer geht es im Moment ohnehin nur noch um den drei Punkte entfernten Relegationsplatz und dabei sollte man sich nicht darauf verlassen, dass die beiden Konkurrenten MSV Duisburg und SC Paderborn ihre Begegnungen weiter in schöner Regelmäßigkeit verlieren.

Noch ist für die Münchner Löwen sicher nichts verloren, zumal trotz der Niederlagen die Leistungen nach der Winterpause gegen den 1. FC Nürnberg (0:1) und beim 1. FC Union Berlin (0:3) durchaus ordentlich waren, den schwachen Torabschluss einmal ausgeklammert.

Enorme finanzielle Einbußen drohen

Nichtsdestotrotz müssen sich die Verantwortlichen der Löwen natürlich auch mit dem Fall der Fälle und einem Abstieg beschäftigen. Der von “dieblaue24” zitierte Präsident Peter Cassalette unterstrich nun in diesem Zusammenhang nochmals, warum die Drittklassigkeit unbedingt vermieden werden sollte: “Wir werden alles tun, um nicht abzusteigen. Wer sagt denn, dass wir im nächsten Jahr dann wieder automatisch aufsteigen? Fakt ist: Wenn wir absteigen, fehlen uns allein sieben Millionen Euro Fernsehgelder. Die Dritte Liga zu finanzieren ist schwieriger als die Zweite Liga.”

Auch wenn Investor Hasan Ismaik laut Cassalette auch in der dritten und sogar in der vierten Liga an Bord bliebe, wäre die Zusammenstellung einer schlagkräftigen Mannschaft alles andere als einfach, zumal lediglich drei Spieler aus dem aktuellen Kader einen Vertrag für die 3. Liga besitzen. Selbiges gilt für Sportdirektor Oliver Kreuzer, der wohl auch einen Neuaufbau anführen würde. Die Zukunft von Trainer Benno Möhlmann, der nur bis Saisonende unter Vertrag steht, wäre dagegen fraglich.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit würden die Löwen als Drittligist ihre Heimspiele nicht in der Allianz Arena austragen. Laut “Kicker” (Ausgabe 15/2016 vom 18.02.2016) laufen bereits Gespräche mit dem FC Bayern München als Stadioneigentümer und Cateringpartner Arena One, deren Entgegenkommen für einen Auszug aus der Arena nötig wäre. In der 3. Liga würden die Sechziger dann wohl wieder im Stadion an der Grünwalder Straße spielen – dort, wo ohnehin viele Fans die wahre Heimat ihres Klubs sehen.