VfL Bochum: Gertjan Verbeek bremst die Euphorie – Scharfe Kritik an Manuel Riemann

Drei Siege gegen Bundesligisten

Besser hätte die Vorbereitung des VfL Bochum zumindest mit Blick auf die Testspiele kaum laufen können. Nach einem 0:0 gegen den VfB Stuttgart wurden nacheinander Hertha BSC (4:1), Borussia Mönchengladbach (5:2) und Bayer Leverkusen (2:1) besiegt, was ein untrügliches Zeichen für eine starke Frühform der Blau-Weißen ist, die Trainer Gertjan Verbeek im „Kicker“ (Ausgabe 7/2016 vom 21.01.2016) allerdings auch nicht überbewerten wollte: „Diese Testspiele sagen etwas, aber sie sagen nicht alles.“

Gleichzeitig betonte Verbeek, der in den nächsten Tagen über seine Vertragsverlängerung beim VfL entscheiden wird, aber auch, in den verbleibenden 15 Spielen das maximale erreichen zu wollen: „Wenn sich uns in der Rückrunde noch die Chance bietet, um den Aufstieg mitzuspielen, dann werden wir natürlich angreifen.“

Andreas Luthe praktisch chancenlos

Im VfL-Tor stehen wird zum Auftakt am 5. Februar gegen den SC Freiburg aller Voraussicht nach Manuel Riemann, auch wenn der 27 Jahre alte Schlussmann im Test gegen Leverkusen nicht nur ungeplant ausgewechselt wurde, sondern sich anschließend auch mit harscher Kritik seitens seines Trainers konfrontiert sah. „Das muss er sich merken, das würde ich auch in der Liga so machen, wenn er so ein Spiel anbietet. So etwas geht nicht. Er war nicht scharf, nicht konzentriert. Dabei geht es mir gar nicht um das Gegentor. Ich dachte zeitweise, er spielt für Leverkusen. Der gehaltene Elfmeter war das einzige, was er gut gemacht hat“, so Verbeek in der „Reviersport“ über seine Keeper, der Anfang Dezember Andreas Luthe als Nummer eins ablöste.

Eine Rückkehr Luthes, der offiziell krankheitsbedingt in keinem Testspiel zum Einsatz kam und mittlerweile hinter Felix Dornebusch de facto nur noch die Nummer drei ist, kann man indes dennoch nahezu ausschließen. Nach seiner öffentlichen Kritik an seiner Degradierung zur Nummer zwei und der anschließenden Denkpause bis Weihnachten trainiert der frühere VfL-Kapitän zwar weiter normal mit, doch dass sich die Wege am Saisonende trennen werden, gilt als sicher.