VfL Bochum: Scharfe Kritik an Arjen Robben – Pokal-Auftritt trotz Ausscheiden positiv

Robben als Buhmann

38 Minuten lang hat der VfL Bochum dem FC Bayern München am Mittwochabend im Viertelfinale des DFB-Pokals große Probleme bereitet, ehe sich die Partie innerhalb von vier Minuten zugunsten des Rekordmeisters entschied. Nach dem 0:1 durch Robert Lewandowski, das quasi aus dem Nichts fiel, bedeutete der Platzverweis für Jan Simunek nur vier Minuten später die Vorentscheidung. In Überzahl schossen die Bayern dann ein mehr oder weniger souveränes 3:0 heraus.

Arjen Robben Schwalbe gegen Jan Simunek im Pokal beim VfL Bochum

Aufreger. Nach dieser Aktion gegen Robben sah Bochums Simunek die Rote Karte. ©Imago

Die rote Karte für den erst kurz zuvor für den verletzten Timo Perthel eingewechselten Simunek erhitzte auch nach dem Abpfiff noch die Gemüter. Bochums Trainer Gertjan Verbeek war vor allem auf seinen Landsmann Arjen Robben nicht gut zu sprechen, der von Simunek zwar sicher berührt wurde, aber wohl nicht so theatralisch hätte abheben müssen. “Normal bin ich stolz, Holländer zu sein. Aber das war nie Elfer und nie Rot. Wenn Robben Kontakt spürt, geht er liegen – das weiß ja jeder von ihm”, richtete Verbeek in der ARD klare Worte an Robben, der zuvor schon mit einem ebenso unkontrollierten wie unabsichtlichen Schlag die Verletzung Perthels verursacht hatte.

Verbeek zufrieden

Während Sportvorstand Christian Hochstätter die rote Karte als “Witz” und “Sauerei” bezeichnete, ließ auch Keeper Manuel Riemann bei bild.de kein gutes Haar an Robben: “Robben lag 90 Minuten nur am Boden. Das geht mir auf die Eier”, so der Schlussmann, der immerhin den nach dem Foul an Robben fälligen Strafstoß von Thomas Müller parieren konnte.

Trotz der unglücklichen Umstände und des fraglos bitteren Ausscheidens gab es am Mittwochabend auch genügend Positives, was die VfL-Profis und Coach Verbeek aus ihrem Auftritt ziehen konnten: “Die ganze Vorstellung heute und die Art und Weise, wie wir gespielt haben, dafür ein ganz großes Kompliment. Wir hatten einen Plan für heute, um es den Bayern so schwer wie möglich zu machen. Das ist uns in der ersten Halbzeit sehr gut gelungen. Wir haben nicht nur verteidigt. Da, wo es ging, haben wir uns gute Möglichkeiten herausgespielt”, zeigte sich Verbeek in seinem Statement auf der VfL-Homepage durchaus einverstanden mit der Leistung seiner Elf.