Werder Bremen: Planungen für die 2. Bundesliga?

Was passiert beim Abstieg?

Für den SV Werder Bremen wird es im Kampf um den Klassenerhalt immer enger. Vor allem die zuletzt gezeigten Leistungen gegen Hoffenheim (1:1), Darmstadt (2:2) und in Ingolstadt (0:2) lassen die Fans am Osterdeich zittern. 46 Gegentore sind der schlechteste Wert der Bundesliga, Torhüter Felix Wiedwald hat als einziger Stammkeeper der Liga noch kein einziges Mal „zu Null“ gespielt.

Anthony Ujah von Werder Bremen am Boden

Bei Abstieg weg? Bremens Anthony Ujah wäre wohl in Liga zwei nicht zu finanzieren. ©Imago

Mittlerweile kann sich auch das Werder-Urgestein Viktor Skripnik auf der Trainerbank seines Jobs nicht mehr sicher sein. Schon im Winter-Trainingslager verriet Sportchef Thomas Eichin aber, dass nahezu alle Spieler auch in der 2. Liga an den Verein gebunden seien. Mit welchen Akteuren die Verantwortlichen in der kommenden Saison wirklich planen können, falls der Worst Case tatsächlich eintritt, das verrät euch liga-zwei.de.

 

Torhüter

Die „Grün-Weißen“ haben momentan vier Keeper im Kader. Wiedwald und das Nachwuchs-Talent Michael Zetterer dürften auch im Falle eines Abstiegs an der Weser bleiben. Gerhard Tremmel, der ohnehin nur von Swansea City ausgeliehen ist, würde den Verein nach einem halben Jahr wohl schon wieder verlassen. Raphael Wolf wird wahrscheinlich so oder so gehen – egal, ob der SVW den Klassenerhalt schafft oder nicht.

Abwehr

Hier wäre bei einem Abstieg wohl ein großes Ausverkauf angesagt. Der vom FC Chelsea ausgeliehene Papy Djilobodji würde zurück auf die Insel gehen. Auch an Jannik Vestergaard haben schon im vergangenen Sommer einige englische Vereine ihr Interesse angemeldet. Alejandro Gálvez dürfte zurück nach Spanien wechseln, wenn die Norddeutschen den Klassenerhalt nicht schaffen. Ein weiterer Wechselkandidat wäre Theodor Gebre Selassie, der als tschechischer Nationalspieler sicher nicht in der 2. Liga kicken will.

Übrig bleiben hauptsächlich die eigenen Talente wie Oliver Hüsing, Janek Sternberg, Leon Guwara, Marnon Busch und Luca Zander. Ebenfalls kein Thema ist ein Vereinswechsel beim Schweizer Ulisses Garcia. Bei seinem Namensvetter und Publikumsliebling Santiago Garcia ist ein Verbleib zwar denkbar, aber sicher nicht garantiert.

Mittelfeld

Bestätigt ist bereits, dass Clemens Fritz in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung steht – der Kapitän hängt seine Fußballschuhe an den Nagel. Levin Öztunali muss bei einem Abstieg der Bremer definitiv nach Leverkusen zurück, von wo er nur ausgeliehen ist. Auch Zlatko Junuzovic würde sich die 2. Bundesliga wohl kaum antun.

Im Mittelfeld müsste Werder also wohl auf viele junge Leute wie Maximilian Eggestein, Florian Grillitsch, Özkan Yildirim und Lukas Fröde setzen. Unwahrscheinlich ist zudem, dass die erst im Winter verpflichteten Sambou Yatabaré und Laszlo Kleinheisler den Verein schon wieder verlassen würden. Von den erfahreneren Akteuren könnten die Verantwortlichen wohl auf Philipp Bargfrede und Fin Bartels bauen, dazu kommt der schon fest verpflichtete Thanos Petsos von Austria Wien. 

Angriff

Der im Sommer geholte Hoffnungsträger Claudio Pizarro würde den Gang in die 2. Bundesliga eher nicht antreten. Sein Sturmpartner Anthony Ujah gehört, ähnlich wie Junuzovic und Vestergaard, zu den Spielern, die dem Klub ein paar Millionen in die Kasse spülen würden.

Bleiben werden voraussichtlich, auch im Falle des Abstiegs, der Nachwuchsmann Melvyn Lorenzen und der US-Amerikaner Aron Jóhannsson. Außerdem haben die Bremer bereits Lennart Thy vom FC St. Pauli unter Vertrag genommen. Der 24-Jährige sagte gegenüber dem Hamburger Abendblatt, dass er auch im Fußball-Unterhaus für die „Grün-Weißen“ spielen werde.

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