1. FC Heidenheim: Der Aderlass und seine Folgen

Dovedan und Glatzel werden (noch) vermisst

Marc Schnatterer

Nach vier Spieltagen noch ohne Tor-Beteiligung: Marc Schnatterer. © imago images / eu-images

Mit vier Punkten aus den Spielen beim VfL Osnabrück (3:1) und gegen den VfB Stuttgart (2:2) sowie dem Pokal-Erfolg beim SSV Ulm 1846 (2:0) hat der 1. FC Heidenheim einen gelungenen Saisonstart hingelegt. Seitdem aber ist die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt vom Weg abgekommen. So folgte auf eine schwache Leistung beim 1:2 bei Dynamo Dresden eine 0:2-Heimpleite gegen den SV Sandhausen.

Wir habe es nicht geschafft, hier als Heimmannschaft Druck aufzubauen. (Frank Schmidt)

Schmidt haderte anschließend zum einen damit, dass ähnlich wie vor dem ersten Gegentor in Dresden ein leichtfertiger Ballverlust den Handelfmeter zum 0:1 einleitete. Zum anderen war der FCH-Coach auf der vereinseigenen Webseite vor allem mit der Offensivleistung seiner Schützlinge unzufrieden: „Beide Mannschaften waren in der Defensive sehr diszipliniert und haben gut verteidigt, aber nach vorne hatten wir keine Durchschlagskraft. Wir haben es nicht geschafft, hier als Heimmannschaft den Druck so aufzubauen, wie man sich das vorstellt.“

Gegen Dovedan die dritte Niederlage am Stück?

Während die erstmals mit Stefan Schimmer und Denis Thomalla besetzte Doppelspitze kaum Gefahr ausstrahlte, aber auch nur wenig bedient wurde, konnten Marc Schnatterer und Robert Leipertz auch nicht die erhofften Akzente setzen.

Routinier Schnatterer fehlt es in dieser Saison generell noch an der Effizienz der Vergangenheit. In allen vier Ligaspielen ist der 33-Jährige noch ohne Torbeteiligung und traf auch im Pokal lediglich per Elfmeter. Leipertz ist derweil mit drei Toren und einer Vorlage in den ersten drei Pflichtspielen gut gestartet, strahlte aber in Dresden und gegen Sandhausen auch kaum Gefahr aus.

Trotz des positiven Starts kommt man in einem – zugegebenermaßen frühen – Zwischenfazit nicht um die Einschätzung herum, dass die Abgänge von Nikola Dovedan und Robert Glatzel (noch) nicht kompensiert wurden. Beide fehlten gerade in den jüngsten Partien mit ihre speziellen Art – Dovedan mit seinen schnellen Haken und überraschenden Ideen, Glatzel mit seiner Wucht und der Fähigkeit, aus wenig viel zu machen.

Unbestritten ist aber natürlich auch, dass als Ersatz gekommene und zuvor dritt- bzw. viertklassig aktive Akteure wie David Otto, Merveille Biankadi oder Schimmer Potential besitzen und vielleicht einfach noch Zeit benötigen, ihre Qualitäten auch in der 2. Bundesliga auf den Platz zu bringen. Dass es am kommenden Freitag zum 1. FC Nürnberg geht und damit just gegen Dovedan die dritte Pleite in Folge droht, sorgt aber nichtsdestotrotz für eine gewisse Anspannung.

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