1. FC Heidenheim: Für den Aufstieg zu auswärtsschwach?

Nur ein Punkt aus den letzten vier Gastspielen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 08.06.20 | 07:57
Frank Schmidt

Enttäuschung nach der Niederlage in Hannover: Frank Schmidt. © imago images / foto2press

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison hat der 1. FC Heidenheim die Chance zu einem Big-Point nicht genutzt. Während der VfB Stuttgart überraschend gegen den VfL Osnabrück nicht über ein 0:0 hinauskam, verlor der FCH bei Hannover 96 mit 1:2 und bleibt damit Tabellenvierter mit mindestens vier Punkten Rückstand auf die zweitplatzierten Schwaben.

Verpasst hat es Heidenheim mit der Pleite in Hannover auch, den Hamburger SV für zumindest eine Nacht zu überflügeln und vor dessen Heimspiel am heutigen Montag gegen Holstein Kiel unter Druck zu setzen. Nun befindet sich stattdessen Heidenheim selbst in Zugzwang und muss in den kommenden Spielen gegen Jahn Regensburg und bei Greuther Fürth wohl schon optimal punkten, um dann im direkten Duell am 33. Spieltag gegen den HSV noch die Chance auf Platz drei zu haben.

Auswärts viel zu harmlos

Dass die Begegnung mit dem HSV in der heimischen Voith-Arena stattfindet, sollte auch ohne Zuschauer ein Vorteil sein. Denn zu Hause ist Heidenheim eine Macht und bei sieben Siegen sowie drei Unentschieden seit zehn Spielen ungeschlagen. Reicht es am Ende nicht für den Aufstieg oder zumindest die Relegation, dann sind die Gründe in den Auftritten auf gegnerischem Platz zu suchen.

Mit vier Siegen, fünf Unentschieden und sechs Niederlagen ist die Heidenheimer Auswärtsbilanz insgesamt negativ. Besonders mau ist die Ausbeute allerdings seit dem letzten Auswärtsdreier am 22. Februar bei Holstein Kiel. Noch vor der Corona-Pause verlor die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt bei Darmstadt 98 (0:2) und beim Re-Start setzte es sogar ein 0:3 beim VfL Bochum. Einem zwischenzeitlichen 0:0 beim FC St. Pauli folgte nun in Hannover die nächste Pleite.

Nur ein Punkt aus den letzten vier Auswärtsspielen ist definitiv nicht aufstiegsreif. Selbiges gilt für magere 13 Tore in den bisherigen 15 Gastspielen. Und auch die Defensive, die zu Hause mit nur elf Gegentoren die ligaweit beste ist, ließ in der Fremde schon 20 Gegentreffer zu.

In Fürth und am letzten Spieltag bei Arminia Bielefeld hat der FCH noch zwei Gelegenheiten, seine Auswärtsbilanz aufzupolieren. Mit einer ersten Halbzeit wie in Hannover, als die Schmidt-Elf gegen einen allerdings auch guten Gegner überhaupt keinen Zugriff bekam, wird das aber kaum gelingen.

Das Restprogramm des 1. FC Heidenheim