1. FC Heidenheim: Kehrt Biankadi nicht mehr zurück?

Offensivspieler will bei 1860 bleiben

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Donnerstag, 14.01.2021 | 10:50
Merveille Biankadi vom 1. FC Heidenheim gegen Nico Antonitsch vom FC Ingolstadt

Merveille Biankadi (l.) wird das Trikto des FCH womöglich nie mehr anziehen. ©Imago images/Jan Huebner

Als Merveille Biankadi 2019 zum 1. FC Heidenheim kam, schien man dort Großes mit ihm vorzuhaben. Warum sonst hätte man dem Offensivmann einen Vertrag bis 2023 gegeben? Eineinhalb Jahre später hat der 25-Jährige gerade einmal sechs Einsätze in der 2. Bundesliga für den FCH bestritten, ist dafür aber bereits zum zweiten Mal verliehen, diesmal bis 2022 zu 1860 München.

Wenn es nach dem Linksaußen geht, muss er auch gar nicht mehr an die Brenz zurückkehren. „Man lässt sich normalerweise ja nicht für anderthalb Jahre verleihen, aber es ging einfach darum, ein Zeichen zu setzen. Es wäre top, hier Wurzeln schlagen zu können“, sagt der gebürtige Münchener in der „Abendzeitung“ und ergänzt: „Ich hoffe, mich hier empfehlen zu können für eine Weiterverpflichtung.“

Im ersten Einsatz gleich zum Derbyheld

Argumente hat er in seinem ersten Einsatz für die „Löwen“ gleich gesammelt, traf im Derby gegen die FC Bayern U23 zum entscheidenden 2:0. Überhaupt hat er in der 3. Liga einen mehr als guten Namen. Zehn Tore für Hansa Rostock machten ihn schließlich attraktiv genug für Heidenheim, um sogar eine Ablöse zu berappen.

In der letztjährigen Rückrunde trug er als Leihgabe mit acht Scorerpunkten zum Aufstieg von Eintracht Braunschweig bei, eigentlich genug für eine Weiterverpflichtung. Wie auch jetzt gab es aber keine Kaufoption, FCH-Coach Frank Schmidt holte Biankadi zurück, wollte ihm eine neue Chance geben. Einen Platz für den Techniker fand er nicht.

So könnten Zweifel aufkommen, ob es bei ihm überhaupt für die 2. Bundesliga reicht. Der Gegenbeweis ließe sich am leichtesten erbringen, wenn das Kunststück des Aufstiegs wiederholt wird. Diesmal könnte Merveille Biankadi auch die Früchte seiner Arbeit ernten.