1. FC Heidenheim: Marc Schnatterer immer seltener gefragt

Der Kapitän war letztmals Ende Oktober in der Startelf

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 18.12.2020 | 09:00
Marc Schnatterer

Gegen Regensburg komplett auf der Bank: Marc Schnatterer. © imago images / foto2press

Am heutigen Freitag geht es für den 1. FC Heidenheim beim VfL Bochum einerseits darum, die eigenen Serien von fünf Spielen in Folge ohne Niederlage und drei Partien am Stück ohne Gegentor fortzusetzen. Andererseits will die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt auch eine mit dem Gegner verbundene Negativserie beenden, hat der FCH doch die jüngsten drei Duelle gegen Bochum allesamt verloren.

Der bislang letzte Sieg gegen den VfL gelang Heidenheim vor über zwei Jahren am 29. September 2018. Damals war es Marc Schnatterer, der in der 84. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß den Siegtreffer zum 3:2-Endstand markierte.

Erst ein Scorerpunkt in dieser Saison

Wie damals ist Schnatterer auch heute noch Kapitän des FCH, erhält allerdings immer weniger Gelegenheiten, seine herausragenden Fähigkeiten bei ruhenden Bällen unter Beweis zu stellen. Am Dienstag beim torlosen Unentschieden gegen Jahn Regensburg blieb der mittlerweile 35-Jährige erstmals in dieser Saison komplett auf der Bank, nachdem es in den Wochen zuvor zumindest noch zu (späten) Einwechslungen gereicht hatte.

Letztmals von Anfang an war der vergangene Saison noch 26 Mal zur Startelf gehörende Schnatterer am 30. Oktober bei der 0:1-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf gefragt, musste indes wie schon am zweiten Spieltag beim FC St. Pauli (2:4) nach durchwachsenen 45 Minuten bereits zur Pause in der Kabine bleiben.

Lediglich beim 1:1 gegen den VfL Osnabrück am 25. Oktober, als dem Routinier mit der Vorlage für Christian Kühlwetters Führungstreffer der bislang einzige Scorerpunkt in dieser Saison glückte, stand Schnatterer länger auf dem Spielfeld – allerdings auch nicht über die volle Spielzeit, sondern nur für 72 Minuten.

Schnatterers Vertrag läuft aus

Am Ende einer intensiven englischen Woche mit drei Spielen innerhalb von sieben Tagen ist durchaus denkbar, dass der stets auf Belastungssteuerung bedachte Trainer Schmidt seinen langjährigen, verlängerten Arm wieder einmal länger ranlässt.

Die vergangenen Wochen und Monate lassen allerdings dennoch nur den Schluss zu, dass sich eine zumindest bezogen auf den 1. FC Heidenheim große Karriere immer schnelleren Schrittes ihrem Ende nähert. Ob Schnatterers am 30. Juni 2021 auslaufender Vertrag noch einmal verlängert wird, ist offen – ebenso, ob Schnatterer selbst angesichts seiner aktuellen Nebenrolle überhaupt noch eine weitere Spielzeit dranhängen möchte.