1. FC Heidenheim: Mit der Hinspieltaktik nach Hannover?

Doppelspitze mit Kleindienst und Otto denkbar

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 05.06.20 | 16:06

David Otto

David Otto (r.) könnte von Trainer Frank Schmidt erneut das Vertrauen erhalten. © imago images / Nordphoto

Weil der Hamburger SV erst zum Abschluss des Spieltages am Montag gegen Holstein Kiel im Einsatz ist, kann der 1. FC Heidenheim am Sonntag mit einem Sieg bei Hannover 96 aus eigener Kraft zumindest für eine Nacht auf den Relegationsplatz klettern und seine Aufstiegsambitionen untermauern.

Einfach dürfte es indes nicht werden, drei Punkte aus Hannover mitzunehmen. Zum einen sind die Niedersachsen seit sieben Heimspielen unbesiegt, zum anderen konnte der FCH aus den jüngsten drei Auswärtsspielen nur einen Punkt verbuchen und dabei kein einziges Tor erzielen.

Kleindienst und Otto im Hinspiel mit vier Scorer-Punkten

Damit beide Flauten beendet werden können, könnte Trainer Frank Schmidt auf die Erfolgstaktik aus dem klar mit 4:0 gewonnen Hinspiel in der heimischen Voith-Arena bauen. Damals baut Schmidt wie häufig im Herbst auf ein 4-4-2 mit einer Doppelspitze, die Tim Kleindienst und David Otto bildeten. Otto bereitete dabei per Flanke das 1:0 durch Kleindienst vor, der darüber hinaus auch das 2:0 markierte und vor dem von Marc Schnatterer zum 3:0 verwandelten Elfmeter gefoult wurde.

Allerdings war es das einzige Mal, dass das Duo Otto und Kleindienst in Co-Produktion für einen Treffer verantwortlich war. Beide bildeten ansonsten noch gegen den FC St. Pauli (1:0) und bei Jahn Regensburg (1:3) im Herbst sowie beim 1:0-Sieg bei Holstein Kiel im Februar das Sturmduo, wobei der beweglichere Otto situativ etwas zurückhängend agierte.

Schnatterer nur Joker?

Diese Variante ist nun auch in Hannover wahrscheinlich. Nicht nur wegen der Erinnerung ans Hinspiel, sondern weil sich Otto bei seinem ersten Startelfeinsatz seit dem Re-Start in Abwesenheit des gelbgesperrten, ansonsten aber gesetzten Kleindienst beim 3:0 gegen Erzgebirge Aue für weitere Nominierungen empfehlen konnte. Die 21-jährige Leihgabe der TSG 1899 Hoffenheim war maßgeblich am letztlich als Eigentor von Calogero Rizzuto gewerteten Führungstreffer beteiligt und betrieb in weiteren Aktionen Eigenwerbung.

Da an Kleindienst im Normalfall kein Weg vorbeiführt, während gegen Aue auch Tobias Mohr und Konstantin Kerschbaumer zu gefallen wussten, könnte ein 4-4-2 erneut einen Bankplatz für Kapitän Marc Schnatterer bedeuten, der bereits beim jüngsten Auswärtsspiel beim FC St. Pauli zunächst mit der Reservistenrolle vorlieb nehmen musste.

Das Restprogramm des 1. FC Heidenheim