1. FC Heidenheim noch nicht im normalen Modus

20-30 Prozent zu wenig gegen Bochum

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 20.05.20 | 14:58
Frank Schmidt vom 1. FC Heidenheim

Frank Schmidt muss seine Mannschaft wieder auf Kurs bringen. ©Imago images/foto2press

Der 1. FC Heidenheim hätte der große Gewinner des Spieltags sein können, denn die drei vor dem Tabellenvierten platzierten Teams patzten allesamt. Ein Punkt hätte der Abstand betragen können, stattdessen sind es nun vier auf den Relegationsrang, weil der FCH sich vom VfL Bochum überrumpeln ließ.

Spielaufbau gegen SVWW entscheidend

Der abstiegsbedrohte VfL hatte den Gästen vor allem in den Zweikämpfen den Schneid abgekauft, was Trainer Frank Schmidt auf der heutigen digitalen Pressekonferenz bemängelte: „Bochum, als ein Team das mit knappem Vorsprung vor der Abstiegszone war, hat jeden Zweikampf ganz normal angenommen. Wir waren allerdings noch nicht in diesem ganz normalen Modus drin. Für uns ist jetzt wichtig, dass wir die Form der Aggressivität, der Zweikampfführung deutlich verbessern.“

Insgesamt habe in allen Belangen 20 bis 30 Prozent Potenzial gefehlt, so der 46-Jährige. Für das Spiel am kommenden Freitag gegen gegen den SV Wehen Wiesbaden legt der Fußballlehrer aber vor allem den Fokus auf den Spielaufbau, nicht auf die Zweikämpfe. Da er einen kompakten Gegner erwarte, komme es auf kurze Ballhalte-Zeiten an und intelligente Lösungen im Passspiel.

Dass damit auch personelle Veränderungen einhergehen werden, sagte Schmidt zwar nicht, lässt sich aber an den Wechseln in der Halbzeit ablesen. Konstantin Kerschbaumer und Robert Leipertz mussten schon zur Pause runter.

Dass es nun fünf Wechsel geben darf, kommt übrigens dem bisher beim 1. FC Heidenheim im Wartestand befindliche Nachwuchs zugute: Kevin Sessa durfte sich über seinen ersten Saisoneinsatz freuen, auch wenn er am Ergebnis mit seiner Einwechslung in der 80. Minute nichts mehr ändern konnte.