1. FC Heidenheim: Ohne Dorsch zurück zur Doppelsechs?

Mittelfeldstratege fällt gelbgesperrt aus

NIklas Dorsch im Spiel gegen Sandhausen.

Gegen Kiel muss Heidenheim auf Niklas Dorsch verzichten. ©imago images/foto2press

Für die neue Saison hat sich der 1. FC Heidenheim bereits die Dienste von Andreas Geipl gesichert, dessen ablösefreie Verpflichtung von Jahn Regensburg am gestrigen Dienstag verkündet wurde. Im Verfolgerduell am Samstag bei Holstein Kiel freilich kann der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler noch nicht mitwirken.

Dann gilt es für Trainer Frank Schmidt den gelbgesperrten Niklas Dorsch zu ersetzen, was bereits ein Probelauf für die nächste Spielzeit werden könnte. Denn kein Geheimnis ist es, dass Dorsch bei diversen Vereinen im Notizblock steht und im Sommer ein Jahr vor Vertragsende mutmaßlich der nächste Spieler werden dürfte, der dem FCH eine stattliche Ablöse in die Kassen spült.

In Kiel könnte Coach Schmidt ohne Dorsch vom zuletzt praktizierten 4-3-3 mit dem 22-Jährigen als einzigem echten Sechser sowie Sebastian Griesbeck und Norman Theuerkauf auf den Halbpositionen davor abrücken und zu einer Doppelsechs zurückkehren. Diese würden dann aller Voraussicht nach Griesbeck und Theuerkauf bilden, während davor eine zusätzliche Offensivposition entstehen würde.

Robert Leipertz vor Rückkehr?

Ein 4-2-3-1 oder ein 4-4-2 ist für den FCH aber natürlich nichts Neues. Mit Tobias Mohr und Marc Schnatterer sollten die beiden Flügelpositionen ebenso vergeben sein wie das Sturmzentrum, in dem kein Weg am treffsicheren Tim Kleindienst vorbei führt.

Beste Chancen auf den im Falle einer Doppelsechs vakanten Platz in der Offensive dürfte Robert Leipertz haben, der beim 2:2 gegen den 1. FC Nürnberg krankheitsbedingt passen musste, zuvor aber siebenmal in Folge in der Startelf stand. Der 27-Jährige kann dank seiner Flexibilität sowohl als Zehner als auch als zweite Spitze agieren, wobei die Übergänge häufig fließend sind.

Die erste Alternative auf der Zehn wäre vermutlich Konstantin Kerschbaumer, der als Vertreter des noch nicht ganz fitten Griesbeck als Stammkraft ins neue Jahr gegangen ist, zuletzt aber zweimal 90 Minuten auf der Bank blieb. Eher unwahrscheinlich ist, dass neben Kleindienst anstelle von Leipertz ein anderer zweiter Stürmer beginnt, wobei mit Denis Thomalla, David Otto und auch Stefan Schimmer aber mehrere Kandidaten vorhanden wären.