1. FC Heidenheim: Patrick Schmidt nicht der letzte Abgang?

Nicht alle Akteure zufrieden mit ihren Einsatzzeiten

Frank Schmidt

Bittet am Montag zum Aufgalopp im neuen Jahr: Frank Schmidt. © imago images / DeFodi

Wenn Frank Schmidt am Montag zum ersten Training des 1. FC Heidenheim im neuen Jahr bittet, wird Patrick Schmidt fehlen. Der Angreifer wurde am gestrigen Freitag inklusive Kaufoption an Dynamo Dresden verliehen und wird somit möglicherweise gar nicht mehr auf die Ostalb zurückkehren.

Für Schmidt, der im bisherigen Saisonverlauf nur auf vier Einsätze kam und dabei nur zweimal von Beginn an auf dem Platz stand, ist der Abschied aus Heidenheim sicherlich verbunden mit der Hoffnung auf mehr Spielzeiten.

Möglich, dass sich aus dem gleichen Grund auch noch der eine oder andere weitere Akteur im Winter verändern möchte. Heidenheims Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald jedenfalls erklärte im “Kicker“ (Ausgabe 2/2020 vom 02.01.2020) Signale erhalten zu haben, “dass ein bis zwei Spieler mit ihren Einsatzzeiten nicht ganz einverstanden sind.“

Mehrere Profis mit wenig Spielanteilen

Schmidt war sicherlich einer dieser Spieler, doch gibt es darüber hinaus offenbar noch weitere Kandidaten für einen Abschied im Winter. Mittelfeldtalent Kevin Sessa oder der nicht mehr in der A-Jugend spielberechtigte Nachwuchskeeper Kevin Ibrahim könnten ebenfalls für eine Ausleihe in Frage kommen, um andernorts Spielpraxis sammeln zu können.

Nicht zufrieden mit seinen Spielanteilen dürfte auch Sommerneuzugang Merveille Biankadi sein, dessen sechster und letzter Einsatz von Ende Oktober datiert. Ob der 24-Jährige nach nur einem halben Jahr aber schon wieder an eine Veränderung denkt, ist fraglich.

Etwas öfter mitwirken durfte Maurice Multhaup, der wie Biankadi im offensiven Mittelfeld flexibel einsetzbar ist, bei zehn Einsätzen aber auch nur dreimal in der Startelf stand. Ein halbes Jahr vor Vertragsende spielt der 23-Jährige nun auch um seine Zukunft, die zumindest in den nächsten Monaten tendenziell in Heidenheim liegen wird. Schließlich hat sich Multhaup mehrfach als Joker, der für frischen Wind sorgen kann, bewährt.

Nur wenig auf dem Platz standen auch die Außenverteidiger Arne Feick und Robert Strauß, die es jeweils nur auf 128 Einsatzminuten bringen und deren Verträge ebenfalls auslaufen. Allerdings ist bei den beiden Routiniers, die zu den dienstältesten FCH-Profis gehören, ein Abgang in der Winterpause wohl eher unwahrscheinlich.

Allzu viel dürfte sich nach der Schmidt-Ausleihe in Sachen Abgänge somit wohl nicht mehr tun, zumal nach jetzigem Stand auch kein Leistungsträger veräußert werden soll.