1. FC Heidenheim: Spätes Saisondebüt für Maximilian Thiel?

Comeback nach Kreuzbandriss rückt näher

Maximilian Thiel

In dieser Saison ist Maximilian Thiel noch ohne Einsatz. © imago images / Eibner

In seinem ersten Jahr beim 1. FC Heidenheim schien es so, als würde Maximilian Thiel der Durchbruch gelingen, der dem gebürtigen Oberbayern zuvor sowohl beim 1. FC Köln als auch beim 1. FC Union Berlin auf lange Strecke verwehrt geblieben ist. 2017/18 absolvierte Thiel 28 Partien für den FCH und verbuchte dabei sechs Treffer sowie drei Vorlagen.

In der vergangenen Spielzeit folgte allerdings bereits ein deutlicher Rückschritt. Nur noch 14 Mal kam Thiel zum Einsatz, obwohl abgesehen von einer kurzen Pause aufgrund eines Muskelfaserrisses weitaus mehr Spielzeit möglich gewesen wäre. Thiel, der 2018/19 überdies ohne Torbeteiligung geblieben ist, wollte es vor der laufenden Spielzeit aber nochmal wissen und wurde schnell auf bittere Art und Weise zurückgeworfen.

Zwei neue Konkurrenten

Ende Juni erlitt der schusskräfte Offensivspieler, der sich auf dem linken Flügel am wohlsten fühlt, im Freundschaftsspiel beim Oberligisten TSG Ehingen einen Kreuzbandriss, der eine lange Arbeit in der Reha erforderte. Die Auftritte der Kollegen in der 2. Bundesliga konnte Thiel bisher nur als Zuschauer verfolgen, doch das könnte sich im Endspurt ändern. Wenn es ab Mitte Mai wieder losgehen soll, will der 27-Jährige eine Alternative sein.

Im Kleingruppentraining mischt Thiel bereits wieder voll mit in der Hoffnung auf ein spätes Saisondebüt. Dass der FCH mit dem freilich schon wieder an Eintracht Braunschweig verliehenen Merveille Biankadi und mit Tobias Mohr im Laufe der letzten Monate zwei neue Akteure für den linken Flügel verpflichtet hat, wird Thiel sicherlich registriert haben.

Dank eines noch bis 2021 laufenden Vertrages hat der einstige U20-Nationalspieler aber zumindest keinen Druck und kann in Ruhe darauf hinarbeiten, sein einstiges Level wieder zu erreichen. Und gelingt es Thiel, an sein erstes Jahr in Heidenheim anzuknüpfen, dürfte sich Trainer Frank Schmidt über eine hochkarätige Alternative und vielleicht sogar eine Verstärkung aus den eigenen Reihen freuen.