1. FC Heidenheim topfit in die englische Woche

Kein Team läuft mehr

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Freitag, 11.12.2020 | 16:22
Patrick Mainka vom 1. FC Heidenheim

Patrick Mainka ist ein unermüdlicher Antreiber des FCH-Spiels. ©Imago images/Eibner

Aus dem Sommer kam der 1. FC Heidenheim mit einer Niederlage im DFB Pokal und nur einem Sieg an der ersten sechs Spieltagen. Danach fing sich der Vorjahresdritte, holte zehn Punkte aus vier Partien, belohnte sich endlich für hohen Aufwand.

Aufwand, der auch durch Zahlen dokumentiert ist, weiß auch Trainer Frank Schmidt. „Ich glaube, wir liegen in der Liga in allen athletischen Parametern vorne und das nicht nur bei der Anzahl an Kilometern, die wir gelaufen sind. Aber in den Bereichen intensive Läufe und Sprints vorne zu sein, zeigt einfach, dass die Einstellung und die Mentalität stimmen“, so der Übungsleiter auf der Klub-Homepage.

Die Mentalität werde vor allem an den späten Toren deutlich, einer Statistik, in der die Kicker von der Ostalb die Liga deutlich anführen. Acht Tore in den letzten 15 Minuten zeigen, dass die Schmidt-Elf nie locker lässt, gleichzeitig aber mit nur einem kassierten Treffer in dieser Spielphase hochkonzentriert bleibt.

Rotation im Mittelfeld

Ob es am Training liegt, dass Heidenheim anscheinend deutlich mehr Puste hat als die Konkurrenz, ist schwer zu beurteilen. Ein Geheimnis könnte aber die Rotation sein. Schmidt ließ bisher abgesehen vom Torwart nur Abwehrchef Patrick Mainka jedes Spiel über die volle Distanz machen. Außer dem 26-Jährigen kommt kein Feldspieler über 800 Spielminuten.

Besonders im Mittelfeld bekommen die meisten Akteure regelmäßig Pausen, sei es freiwillig oder nicht. Andreas Geipl verpasste am letzten Wochenende erstmals ein Spiel mit geprellten Rippen. Doch um ihn herum dürfen mal Konstantin Kerschbaumer, mal Universalwaffe Norman Theuerkauf, mal Dzenis Burnic und vor allem Kevin Sessa, der in diesem Jahr endlich den Durchbruch schaffte, ran. 

Die Fitness wird in der bevorstehenden englischen Woche, in der Heidenheim nach Samstag und Dienstag schon am Freitag wieder antreten muss, einer harten Prüfung unterzogen. Schon gegen Hannover könnte es mit einem späten Tor schwer werden, denn die Niederdachsen sind noch ohne Gegentor in der Schlussphase.

Zum Abschluss wartet mit Bochum ein Team, das in Anthony Losilla einen Spieler in seinen Reihen hat, der seit Jahren zu den Laufwundern der Liga gehört. Dazwischen geht es gegen den immer unbequemen Jahn, der Heidenheim in den letzten sechs Liga-Duellen fünf Niederlagen beibrachte.