1. FC Heidenheim: Viele Optionen in der Offensive

Pokal-Erfolg mit Mittelfeldraute und Doppelspitze

Robert Leipertz

Drei Pflichtspiele, drei Tore: Robert Leipertz hat glänzend in die neue Saison gefunden. © imago images

Obwohl sich der SSV Ulm 1846 durchaus als unangenehmer Gegner präsentiert hat, ist der 1. FC Heidenheim einigermaßen souverän in die zweite Pokalrunde eingezogen. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt siegte beim Regionalligisten, der vergangene Saison Eintracht Frankfurt aus dem Wettbewerb kegeln konnte, nach Toren von Robert Leipertz (7.) und Marc Schnatterer (72., Elfmeter) mit 2:0.

Dass Leipertz und Schnatterer trafen, ist nicht unbedingt Zufall. Vielmehr sind beide im Moment die festen Größen in einer trotz der schmerzhaften Abgänge von Nikola Dovedan (1. FC Nürnberg) und Robert Glatzel (Cardiff City) qualitativ wie quantitativ gut besetzten Offensive. In Ulm durfte dabei David Otto anstelle des angeschlagenen Denis Thomalla ran und rechtfertigte das Vertrauen damit, den Elfmeter zum 2:0 herausgeholt zu haben.

Im Pokal mit Mittelfeldraute

Otto lief in einer Doppelspitze mit Leipertz auf, nachdem letzterer noch vergangene Woche gegen den VfB Stuttgart (2:2) als Rechtsaußen begonnen hatte. Der im Winter vom FC Ingolstadt zurückgekommene Leipertz, der am ersten Spieltag in Osnabrück (3:1) noch als Joker mit einem Treffer und einem Assist auf sich aufmerksam machen musste, hat seine Flexibilität damit einmal mehr unter Beweis gestellt, was freilich für die gesamte Mannschaft gilt.

Zwar wird es in der Defensive trotz des Versuchs mit einer Dreierkette in der Vorbereitung in der Regel bei einer Viererkette bleiben, doch davor sind verschiedene Grundordnungen und unterschiedlichste personelle Besetzungen möglich. Ausgehend von einem meist praktizierten 4-2-3-1 variierte Coach Schmidt schon vergangene Saison mehrfach, etwa mit einem 4-4-2 oder einem 4-3-3.

In Ulm schickte Schmidt sein Team wieder im 4-4-2 aufs Feld, allerdings nicht mit einer Doppelsechs, sondern mit einer Raute mit Niklas Dorsch als Sechser und Sebastian Griesbeck sowie dem neu in die Mannschaft gerückten Youngster Kevin Sessa auf den Halbpositionen. Kapitän Marc Schnatterer fungierte auf der Zehn hinter den Spitzen Otto und Leipertz.

Viele Alternativen in der Hinterhand

Mit den Angreifern Stefan Schimmer und Patrick Schmidt, Spielmacher Kolja Pusch sowie den im offensiven Mittelfeld flexibel einsetzbaren Merveille Biankadi und Maurice Multhaup mussten sich in Ulm gleich fünf Offensivalternativen mit einem Platz auf der Bank bzw. mit Kurzeinsätzen begnügen, die damit auf Dauer aber kaum zufrieden sein werden.

Weil auch Thomalla kommende Woche in Dresden wieder zur Verfügung stehen dürfte, geht der interne Konkurrenzkampf in den nächsten Tagen auf hohem Niveau weiter – mit relativ offenem Ausgang.

»Mobil wetten leicht gemacht: Jetzt aktuelle Unibet App holen & bequem auf das nächste Heidenheim-Spiel tippen!