1. FC Heidenheim: Was machen die Leihspieler?

Vier Akteure könnten im Sommer zurückkehren

Merveille Biankadi

Bis zum Saisonende bei Eintracht Braunschweig: Merveille Biankadi. © imago images / Christian Schrödter

Eigentlich ist der 1. FC Heidenheim bekannt für eine weitsichtige Personalplanung. Aktuell allerdings können inmitten der Corona-Krise auch auf dem Schloßberg keine Entscheidungen getroffen werden, sodass gleich zehn Akteure aus dem Kader nur noch Verträge bis zum Ende der Saison besitzen. Darunter befindet sich mit David Otto auch ein Leihspieler, der nach jetzigem Stand ab dem 1. Juli wieder Spieler der TSG 1899 Hoffenheim ist.

Dann treten im Gegenzug vier Arbeitspapiere von derzeit verliehenen Spielern wieder in Kraft. Es sei denn, Dynamo Dresden zieht die vereinbarte Kaufoption und verpflichtet den im Winter zur SGD gewechselten Patrick Schmidt fest. Ein Szenario, das zumindest im Falle des Dresdner Klassenerhalts nicht unrealistisch ist, hat Schmidt bei Dynamo doch hervorragend eingeschlagen. In sieben Spielen erzielte der 26-Jährige vier Tore und war insbesondere vor der Ligaunterbrechung mit drei Treffern in zwei Partien, darunter ein sehenswerter Fallrückzieher im Derby gegen Erzgebirge Aue (2:1), in bestechender Form.

Biankadi und Steurer in der 3. Liga mit Stammplätzen

Deutlich mehr Spielpraxis als in Heidenheim konnten auch Merveille Biankadi und Oliver Steurer sammeln, allerdings eine Klasse tiefer. Erst im Sommer von Hansa Rostock verpflichtet, wurde Biankadi nach lediglich sechs, überwiegend kurzen Zweitliga-Einsätzen im Winter an Eintracht Braunschweig verliehen. Beim BTSV lief Biankadi seitdem in allen sieben Spielen nach der Winterpause von Anfang an auf und trug auf beiden Flügeln eingesetzt mit zwei Toren dazu bei, die Braunschweiger Aufstiegsträume am Leben zu halten.

Innenverteidiger Steurer entschloss sich unterdessen im Januar nach einem enttäuschenden Halbjahr beim KFC Uerdingen mit nur fünf Einsätzen dazu, zu Preußen Münster weiterzuziehen. Mit dem SCP steckt der 25-Jährige zwar tief im Abstiegskampf, darf sich aber dafür Stammkraft nennen. Die letzten fünf Begegnungen bestritt Steurer allesamt über die vollen 90 Minuten und trug angesichts von nur drei Gegentoren in diesen 450 Minuten zu deutlich mehr Stabilität bei. Beim 1:0-Sieg im letzten Heimspiel gegen Hansa Rostock durfte sich Steurer überdies über einen Assist freuen, landete sein zunächst von Keeper Markus Kolke abgewehrter Kopfball doch über einen Umweg über Hansa-Verteidiger Nils Butzen im Tor und bescherte den Preußen drei wichtige Punkte.

Zunächst nicht wie erhofft entwickelt hat sich derweil die Ausleihe von Eigengewächs Gökalp Kilic zum SSV Ulm. Vor der Winterpause kam der 20-Jährige beim Regionalligisten überhaupt nicht zum Zug. Im neuen Jahr allerdings arbeitete sich Kilic heran und wurde in den beiden einzigen Ulmer Pflichtspielen jeweils eingewechselt. Die Corona-Pause verhindert aktuell aber, dass Kilic weitere Spielpraxis sammeln kann.