1. FC Heidenheim: Weiterhin nicht richtig in Tritt

Schlüsselspiel gegen die Würzburger Kickers

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 31.10.20 | 07:45
Frank Schmidt

Fehlstart mit dem FCH: Frank Schmidt. © imago images / foto2press

Mit dem 2:0-Sieg am ersten Spieltag gegen Eintracht Braunschweig schien der 1. FC Heidenheim nahtlos an die starke Vorsaison anknüpfen zu können, an deren Ende es in der Relegation gegen Werder Bremen hauchdünn nicht zum erstmaligen Sprung in die Bundesliga reichte. Dem Auftaktsieg folgten inzwischen aber inklusive der gestrigen 0:1-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf fünf sieglose Partien mit nur zwei Punkten, die den FCH in den Tabellenkeller haben rutschen lassen.

„Am Ende war es eine schlechte erste Halbzeit und eine zweite, die OK war – vor allem von der Einstellung her. Aber unterm Strich, wenn man gewinnen will, braucht man 90 Minuten plus Nachspielzeit diese Einstellung. Daran müssen wir dringend arbeiten“, bemängelte Trainer Frank Schmidt in seinem offiziellen Statement nach der Niederlage in Düsseldorf die zumindest temporär fehlenden Basics.

Dicke Brocken nach der Länderspielpause

Die nötige „Emotionalität und das Zweikampfverhalten“, beides von Schmidt nach guten Anfangsminuten in Düsseldorf über weite Strecken der ersten Halbzeit vermisst, gilt es nun am Freitag im Heimspiel gegen die Würzburger Kickers umso mehr an den Tag zu legen. Denn gegen den Aufsteiger, der vor seinem Heimspiel am Sonntag gegen den VfL Bochum sieglos und mit nur einem Punkt am Tabellenende ziert, ist ein Sieg mehr oder weniger Pflicht.

Ohne drei Punkte im anstehenden Schlüsselspiel gegen Würzburg ginge Heidenheim womöglich sogar auf einem Abstiegsplatz in die Länderspielpause, nach der bei Holstein Kiel und gegen den Hamburger SV richtig knifflige Aufgaben warten. Der Blick in die nähere Zukunft erhöht die Bedeutung der 90 Minuten am kommenden Freitag nochmals, wird sich dann doch auch weisen, ob es wie zuletzt 2017/18 in erster Linie darum gehen muss, den Klassenerhalt zu sichern oder ob der Anschluss ans vordere Drittel hergestellt werden kann.