1. FC Kaiserslautern: Ex-Vorstand Kuntz nicht entlastet

Bundesliga bleibt das Ziel

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 15.11.16 | 09:35
Stefan Kuntz

Von den Mitgliedern nicht entlastet: Stefan Kuntz © Imago

Dank der jüngsten drei Siege in Folge verlief die Jahreshauptversammlung des 1. FC Kaiserslautern am gestrigen Samstag zumindest im Hinblick auf den sportlichen Bereich relativ ruhig. Dass es auf Dauer aber nicht der Anspruch der Roten Teufel sein kann, im Tabellenmittelfeld der 2. Bundesliga zu spielen, machten die Verantwortlichen um den Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Nikolai Riesenkampff vor knapp 1.000 anwesenden Mitgliedern aber auch klar.

„ Es kann nur das Ziel sein, in die Bundesliga aufzusteigen. ”
Dr. Nikolai Riesenkampff

„Es kann nur das Ziel sein, in die Bundesliga aufzusteigen und sich dort langfristig zu etablieren“, so Riesenkampff auch im Wissen um die finanziell angespannte Situation, die sich mit den Einnahmemöglichkeiten in der zweiten Liga nicht signifikant verbessern lässt. Ein Minus von 2,64 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2015/16 und ein auf 3,5 Millionen Euro angewachsenes negatives Eigenkapital verdeutlichen die Lage, wegen der Finanzvorstand Michael Klatt kürzlich schon in der Rheinpfalz klare Worte gefunden hatte: „Es gibt zwei Szenarien für diesen Verein – langfristig betrachtet: Erste Liga oder Regionalliga.“

Konsequenzen für Kuntz und Grünewalt?

Auch für die laufende Saison wird wieder ein Minus von rund zwei Millionen Euro erwartet, aber dennoch und trotz weiterer im Vergleich zur Konkurrenz nicht optimaler Voraussetzungen nimmt Riesenkampff die Zukunft entschlossen in Angriff: „Wir verstecken uns aber nicht hinter der strukturschwachen Region und dem teuren Stadion. Wir lassen uns auch nicht von der Unruhe im Umfeld abschrecken – wir gehen es an.“

Geschichte beim FCK sind derweil die ehemaligen Vorstände Stefan Kuntz und Fritz Grünewalt sowie der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Dieter Rombach. Dem Trio wurde nun bei der im Einzelverfahren durchgeführten Abstimmung die Entlastung verweigert. Den übrigen Vorständen und Aufsichtsräten wurde die Entlastung hingegen erteilt.

Gegenüber Kuntz und Grünewalt kann der FCK nun juristisch prüfen, ob eventuell Regressansprüche bestehen.