1. FC Kaiserslautern: Keine Verstärkung für die Defensive?

Schwerer Patzer leitet die Pleite gegen Bielefeld ein

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 27.11.17 | 15:48
Christoph Moritz

Einer von wenigen Lichtblicken beim FCK: Christoph Moritz © Imago / Eibner

Nach dem Mut machenden vier Punkten aus den Spielen zuvor gegen den VfL Bochum (0:0) und bei Dynamo Dresden (1:2) ist die Hoffnung beim 1. FC Kaiserslautern auf einen dauerhaften Aufwärtstrend schon wieder dahin. Gegen Arminia Bielefeld, einen mit nur zwei Punkten aus den vorherigen fünf Partien und damit sicher nicht mit breiter Brust angereisten Gegner, unterlagen die Roten Teufel am Sonntag mit 0:2.

Der Rückstand ans rettende Ufer ist damit wieder angewachsen und beträgt sieben Punkte. Dass vor Weihnachten beim formstarken 1. FC Heidenheim sowie zu Hause gegen die Top-Teams FC Ingolstadt und 1. FC Nürnberg noch drei richtig schwierige Aufgaben warten, gestaltet die Aussichten nicht wirklich rosiger.

Vucur patzt vor dem 0:1

Insbesondere auch deshalb nicht, weil der FCK auch gegen Bielefeld wieder Schwächen in allen Bereichen offenbarte. Während das mit zehn Toren nach 15 Spieltagen harmloseste Team der Liga vorne abermals keinen Treffer zustande brachte, führte hinten ein gravierender Stellungsfehler von Stipe Vucur in Kombination mit einer bemerkenswerten Passivität des Innenverteidigers zum 0:1.

Die Art und Weise dieses Treffers sowie insgesamt schon 25 Gegentore werfen zwangsläufig die Frage auf, ob es ausreicht, wenn sich der FCK im Winter wie von Sportdirektor Boris Notzon angekündigt in erster Linie im Mittelfeld verstärkt. Bedarf vor allem im kreativen Bereich ist zwar definitiv vorhanden, doch darüber hinaus sollte man auch darüber nachdenken, im Defensivzentrum nochmals nachzujustieren.

Weder Vucur noch Patrick Ziegler stehen für Konstanz auf hohem Zweitliga-Niveau, während die Sommereinkäufe Benjamin Kessel, Marcel Correia und Giuliano Modica die Erwartungen bisher nicht erfüllen konnten, wenn auch zumindest teilweise aufgrund von Verletzungen.

Freilich ist offen, ob das Budget ausreicht, um sowohl die Defensive als auch den Kreativbereich deutlich aufzurüsten. Ein Abstieg käme aber sicherlich noch teurer.

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