1. FC Kaiserslautern: Neue Machtkämpfe um Uwe Stöver?

Aufsichtsrat wollte Mathias Abel als Sportvorstand

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 24.09.20 | 05:45
Sportchef Uwe Stöver vom 1. FC Kaiserslautern

Angezählt. Sportchef Uwe Stöver sollte laut Medienberichten in Lautern entmachtet werden. ©Imago

Mit dem gestrigen 3:0 gegen den SV Sandhausen ist der 1. FC Kaiserslautern seit mittlerweile drei Spielen ungeschlagen und hat sich in diesem Zeitraum mit sieben von neun möglichen Punkten zumindest ein ordentliches Polster zu gefährdeten Zone verschafft. Die Entwicklung bei den Roten Teufeln seit dem Amtsantritt von Trainer Norbert Meier in der Winterpause ist sportlich gesehen also durchaus positiv. Abseits des Rasens gibt es nun aber wieder einmal Unruhe.

Abel sollte dritter Vorstand werden

Wie Rheinpfalz und SWR übereinstimmend berichten, soll es innerhalb des Aufsichtsrates Bestrebungen gegeben haben, den aktuell ehrenamtlich im Kontrollgremium tätigen Mathias Abel als hauptamtlichen Sportvorstand einzusetzen und damit auf eine Ebene mit den beiden anderen Vorstandsmitgliedern Thomas Gries und Michael Klatt zu stellen. Sportdirektor Uwe Stöver wäre damit de facto entmachtet gewesen.

„ Ich bin gestern vom Aufsichtsratsvorsitzenden informiert worden. ”
Uwe Stöver

Während der Aufsichtsratsvorsitzende Nikolai Riesenkampff einen Beschluss verneinte, Stöver das Vertrauen aussprach und betonte, auch weiterhin mit zwei Vorständen arbeiten zu wollen, bestätigte Stöver in der „Rheinpfalz“, über die Überlegungen des Kontrollgremiums informiert worden zu sein: „Ich bin gestern vom Aufsichtsratsvorsitzenden informiert worden, dass  sie planen oder geplant haben, einen Sportvorstand zu installieren.“

Meier lobt Stöver

Auch wenn Abel erklärte, dass weder er noch ein anderer zum Sportvorstand berufen werde, hinterlassen die Geschehnisse sicherlich ihre Spuren bei den betreffenden Personen. Nicht zuletzt bei Stöver, der sich am Freitagabend nicht weitergehend äußern wollte. Sicher sein kann sich der Sportdirektor aber der Unterstützung von Trainer Meier, der gegenüber dem „SWR“ betonte, trotz der erst kurzen gemeinsamen Zeit schon großes Vertrauen zu Stöver gewonnen zu haben und dessen Arbeit sehr zu schätzen

Deshalb und weil die Ergebnisse der letzten Wochen stimmen, kommt die jetzige Diskussion fraglos zur Unzeit. Das Vorhaben von Riesenkampff, den Verein auf sämtlichen Ebenen optimal aufzustellen, ist zwar aller Ehren wert, doch stellt sich die Frage, ob die richtigen Bereiche in Angriff genommen werden.

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