1. FC Köln: Armin Veh deutet Nachbesserungen an

Auch in Wuppertal überzeugen die Geißböcke nicht

Armin Veh

Skeptischer Blick nach dürftigen Testspielen: Armin Veh © Imago / DeFodi

Die Hoffnung des 1. FC Köln, die Mannschaft von Trainer Markus Anfang würde sich nach der 0:1-Niederlage am Samstag beim Bonner SC tags darauf beim Wuppertaler SV besser präsentieren, hat sich nicht erfüllt. Im Stadion am Zoo kassierten die Geißböcke zwar keine erneute Niederlage, schrammten aber nach einem erneut sehr durchwachsenen Auftritt aber nur knapp daran vorbei.

Nachdem Sehrou Guirassy den FC in der 31. Minute in Führung gebracht hatte, gelang Wuppertal durch Gino Windmüller in der 49. Minute zunächst der Ausgleich und unmittelbar nach sieben Auswechslungen auf Kölner Seite besorgte Kamil Bednarski in der 60. Minute sogar das 2:1 für den Regionalligisten. Nur dank eines Eigentores in der 85. Minute zum 2:2-Endstand entging der FC der nächsten peinlichen Pleite in der Nachbarschaft.

Anfang will „Selbstvertrauen und Sicherheit aufbauen“

Klar, dass sich trotz des Fehlens von potentiellen Leistungsträgern wie Timo Horn, Jonas Hector, Louis Schaub und Marco Höger die Zufriedenheit bei den FC-Verantwortlichen in Grenzen hielt.

„Zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung geht es nicht um Ergebnisse, sondern um Inhalte. Heute hat man in vielen Situationen gemerkt, dass wir noch Selbstvertrauen und Sicherheit aufbauen müssen, weil die Jungs in der Vergangenheit nicht so viele Erfolgserlebnisse hatten. Da werden wir ansetzen“, zeigte sich Trainer Markus Anfang auf der vereinseigenen Webseite trotz offenkundiger Defizite in Defensive wie Offensive weiterhin zuversichtlich.

Fällt Louis Schaub länger aus?

Geschäftsführer Armin Veh bewahrt zwar grundsätzlich noch die Ruhe, macht in Bild aber auch kein Geheimnis daraus, mit den bisherigen Leistungen nicht einverstanden zu sein: „Man sieht, dass wir noch viel Arbeit haben. Ich sehe, wie die Mannschaft arbeitet und ständig Fehler macht – aber das beunruhigt mich nicht. Allerdings gefällt es mir auch nicht.“

Wir wissen schon, dass wir noch etwas machen müssen. (Armin Veh)

Eine mögliche Konsequenz des in den bisherigen Testspielen eher uninspirierten Offensivspiels könnte nun doch noch eine Nachbesserung auf dem Transfermarkt sein, wie Veh andeutet: „Ich mache das nicht von den Testspielen abhängig, das wäre aberwitzig und Aktionismus. Aber wir wissen schon, dass wir noch etwas machen müssen. Es kann sein, dass noch einer kommt, der in der Vorbereitung nicht teilgenommen hat. Da haben wir noch genügend Zeit.“

Zunächst gilt es aber zu hoffen, dass es Neuzugang Schaub, der seine Qualitäten zumindest andeuten konnte, nicht schlimmer erwischt hat. Der österreichische Nationalspieler erhielt in Bonn einen Schlag auf das Sprunggelenk, fehlte deshalb in Wuppertal und wird laut dem Kölner Stadtanzeiger am heutigen Montag genauer untersucht.

Noch kein Mitglied bei Interwetten? Jetzt anmelden & bis zu 150€ WM-Bonus sichern!