1. FC Köln: Glanzlos an die Tabellenspitze

Geißböcke feiern 1:0-Arbeitssieg in Aue

Jhon Cordoba im Zweikampf mit Filip Kusic

Viel Kampfgeist war bei Cordoba (mitte) und Co. im Erzgebirge erfordert. ©Imago/Eibner

Trotz nur drei Punkten aus den ersten vier Spielen der Rückrunde hat der 1. FC Köln am Mittwochabend den Hamburger SV vom Platz an der Sonne verdrängt und erstmals seit Anfang November und der 0:1-Pleite beim HSV wieder die Tabellenführung übernommen. Wie schon beim 3:1-Erfolg am Samstag gegen den SV Sandhausen war aber auch beim gestrigen Kölner 1:0-Sieg im Nachholspiel bei Erzgebirge Aue nicht alles Gold, was glänzte.

Ohne einen aufmerksamen und gut reagierenden Timo Horn hätte der FC wohl im sechsten Rückrundenspiel zum vierten Mal innerhalb der ersten vier Minuten ein Gegentor kassiert. Der Keeper war bei Chancen von Filip Kusic und Jan Hochscheidt zur Stelle, als seine Vorderleute noch nicht wirklich auf dem Platz waren.

Und Horn war auch auf seinem Posten, als Hochscheidt nach einer Stunde die einzige echte Chance der Gastgeber im zweiten Durchgang verzeichnete. Ansonsten ließen die Geißböcke wenig zu, was gegen eine schwache Auer Mannschaft aber über weite Strecken auch nicht wirklich schwierig war.

Höger trifft erstmals für den FC

Nach dem glücklich zustande gekommenen Führungstreffer durch Marco Höger, der seit seiner Verpflichtung vom FC Schalke 04 im Sommer 2016 zuvor noch nicht für den FC getroffen hatte, kontrollierte Köln die Begegnung, verpasste es aber vor der Pause bei mehreren Großchancen insbesondere in Person von Simon Terodde für die Vorentscheidung zu sorgen.

Im zweiten Durchgang beschränkte sich der FC weitgehend darauf, die Führung zu verwalten und wurde nicht mehr zwingend, wie Trainer Markus Anfang auf der Pressekonferenz nach dem Spiel einräumte. Im Offensivspiel besteht vor dem Auftritt am Sonntag beim FC Ingolstadt somit reichlich Luft nach oben, zumal wie gegen Sandhausen wieder eine Standardsituation als Türöffner herhalten musste.

Letztlich war für Matchwinner Höger aber nicht die Spielweise, sondern der Dreier entscheidend: „Wenn man dann durch so ein dreckiges Tor einen Sieg holt, ist das schöner als ein 8:1 gegen Dresden. Mit einem 2:0 hätten wir einen ruhigeren Arbeitstag gehabt, aber ich glaube, wir haben uns mit allem, was wir hatten, reingeworfen“, so der Sechser gegenüber dem geissblog.koeln.

Nichtsdestotrotz darf in den nächsten Partien wieder mehr Esprit ins Kölner Spiel kommen. Als Hoffnungsträger dient in dieser Hinsicht natürlich Louis Schaub, der nach wochenlanger Pause gegen Sandhausen und in Aue zu Kurzeinsätzen gekommen ist. Ob es für den österreichischen Nationalspieler am Sonntag schon für die Startelf reicht, ist allerdings eher fraglich.

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