1. FC Köln: Reichen vier Neuzugänge?

Armin Veh schließt größeren Personalwechsel aus

Kingsley Schindler im Trikot von Holstein Kiel

Kingsley Schindler ist bisher der einzige bekannte Neuzugang beim FC. ©Imago images/pmk

Die 3:5-Niederlage im letzten Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg passt auf gewisse Art und Weise zur Saison des 1. FC Köln, der zwar als Meister in die Bundesliga zurückkehrt, aber dennoch so wenig Emotionen wecken konnte wie bei keinem der vorherigen fünf Aufstiege. Ganz zu schweigen vom Einzug in die Europa League vor auch erst zwei Jahren.

Hintergrund der spürbaren Zurückhaltung ist beim einen oder anderen Fan sicherlich auch, dass Bedenken hinsichtlich der Bundesligatauglichkeit des Kaders vorhanden sind, der bereits eine Runde vor Schluss 46 Gegentore zugelassen hat – mehr als jeder Meister, seitdem die 2. Bundesliga fest mit 18 Mannschaften spielt (seit 1994/95).

Immerhin wissen auch die Verantwortlichen um Geschäftsführer Armin Veh, dass Handlungsbedarf besteht: „Wir werden uns so aufstellen, dass wir in der kommenden Saison den Grundstein für unser Ziel legen können, uns wirklich langfristig in der Bundesliga zu etablieren“, kündigte Veh im „Kicker“ (Ausgabe 40/2019 vom 13.05.2019) an und betonte, echte Verstärkungen holen zu wollen.

Es wird bei uns keinen großen Umbruch geben. (Armin Veh)

„Es wird bei uns keinen großen Umbruch geben, wir wollen Spieler holen, die sofort Stammspieler sein können. Da wird es so viele nicht geben, ich denke, am Ende wird es auf vier Spieler hinauslaufen“, so Veh, der die weitere Kaderplanung wohl mit Achim Beierlorzer besprechen wird, der übereinstimmenden Medienberichten zufolge noch am heutigen Montag als neuer Trainer vorgestellt werden soll.

Verstärkung für die Innenverteidigung und die Sechs weit oben auf der Agenda

Ob vier Verstärkungen reichen, bleibt aber abzuwarten, gibt es im Kader doch einige Baustellen. Ein wesentlicher Faktor auch für die vielen Gegentore in der noch laufenden Saison ist die fehlende Schnelligkeit im zentralen Defensivbereich. Kommen sollen deshalb mindestens ein Innenverteidiger und ein Sechser.

Aber auch auf der rechten Abwehrseite herrscht Bedarf, konnten dort doch weder Benno Schmitz noch Matthias Bader und Marcel Risse überzeugen. Risse und der noch länger verletzte Christian Clemens erhalten auf dem rechten Flügel mit Kingsley Schindler (Holstein Kiel) bereits Konkurrenz, wobei der 25-Jährige mit der Bundesliga Neuland betritt.

Florian Kainz verfügt aus seiner Zeit bei Werder Bremen unterdessen schon über Bundesliga-Erfahrung, doch in Köln konnte der österreichische Nationalspieler bisher nur bedingt den Beweis erbringen, tatsächlich auf dem linken Flügel eine Ideallösung darzustellen. Ein beidseitig einsetzbarer Flügelspieler stünde dem Aufgebot sicher auch noch gut zu Gesicht, ebenso wie ein weiterer Stürmer.

Fehlt Cordoba zum Bundesliga-Auftakt?

Da Jhon Cordoba nach seinem Platzverweis gegen Regensburg fürchten muss, zumindest den ersten Bundesliga-Spieltag zu verpassen, stehen mit Simon Terodde und Anthony Modeste zunächst nur zwei Angreifer zur Auswahl. Und der Ausfall von Modeste in den vergangenen Wochen aufgrund von muskulären Problemen hat deutlich gemacht, dass drei Stürmer für eine gesamte Saison eigentlich zu wenig sind.

Es bei vier Neuzugängen neben Schindler zu belassen, wäre gleichbedeutend damit, nicht alle vorhandenen Baustellen abzuarbeiten und fraglos ein Risiko. Aber natürlich hängt einiges auch davon ab, welche Spieler den Verein verlassen. Schließlich ist der Kader schon jetzt eher zu groß als zu klein.

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