1. FC Köln: Simon Terodde und Vincent Koziello empfehlen sich

Rückt der Abschied von Simon Zoller näher?

Vincent Koziello und Simon Terodde beim Pokalspiel des 1. FC Köln

Starke Pokalvorstellung: Vincent Koziello und Simon Terodde. ©Imago/Björn Draws

Erzrivale Borussia Mönchengladbach hat zwar wenige Stunden später noch einen draufgesetzt und beim BSC Hastedt sogar mit 11:1 gewonnen, aber auch wenn der 9:1-Erfolg beim BFC Dynamo dadurch nicht den höchsten Sieg der ersten Pokalrunde bedeutete, war man beim 1. FC Köln mit dem Auftritt im Berliner Olympiastadion natürlich zufrieden.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem Rückstand spielte die Mannschaft von Trainer Markus Anfang ihre individuelle Klasse aus und kam zu einigen sehenswert herausgespielten Toren. Jeweils Anteil am Schützenfest hatten mit Simon Terodde und Vincent Koziello auch zwei Akteure, die an den ersten beiden Zweitliga-Spieltagen durchaus zur Überraschung nicht weniger Beobachter in der ersten Elf fehlten.

Terodde, dem bislang Jhon Cordoba vorgezogen wurde, betrieb mit vier Toren inklusive einem lupenreinen Hattrick beste Eigenwerbung. Koziello legte den wichtigen 1:1-Ausgleich Teroddes vor, traf bemerkenswerterweise per Kopfball zum 6:1 und war im zentralen Mittelfeld ein stets anspielbarer Aktivposten mit vielen Ideen.

Natürlich war der überdies ersatzgeschwächste Regionalligist kein Maßstab, aber dennoch haben sich Terodde und Koziello, die beide im Winter schon als Vorgriff für einen Neuaufbau in der zweiten Liga geholt wurden, nachdrücklich für einen Platz in der Anfangsformationen am Samstag gegen Erzgebirge Aue empfohlen.

Zoller fehlt im Spieltagskader

Keine Gelegenheit, sich zu zeigen, erhielt dagegen Simon Zoller. Der 27 Jahre alte Angreifer fehlte sogar gänzlich im Kader und scheint in den Planungen keine ganz große Rolle mehr zu spielen. Ein Abschied Zollers, der in Köln nur selten auf seiner Lieblingsposition im Sturm ran durfte, zeichnet sich mehr und mehr ab.

Wir müssen schauen, ob sich bis zum 31. August noch eine Lösung finden lässt. (Berater Markus Peter)

„Die sportliche Situation für Simon ist natürlich unbefriedigend. Wir müssen schauen, ob sich bis zum 31. August noch eine Lösung finden lässt“, deutet Zollers Berater Markus Peter im Kölner Stadt-Anzeiger nun mehr als nur an, sich mit Alternativen zu beschäftigen. Eine davon soll weiterhin der 1. FC Union Berlin sein, der aber eine im Raum stehende Ablöse im siebenstelligen Bereich nicht zu zahlen bereit sein soll.

Auch der FC St. Pauli hat sich mit Zoller beschäftigt, doch mit Henk Veerman haben die Kiez-Kicker kürzlich erst einen Stürmer verpflichtet. Und ob ein im Januar offenbar sehr konkretes Interesse des spanischen Erstligisten UD Levante an Zoller wieder aufflammt, ist fraglich.

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