1. FC Köln: Verändert der Fall Modeste die Kaderplanung?

Gerüchte um Kingsley Schindler

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 12.12.2018 | 07:01
Armin Veh

Hat trotz vier Siegen in Folge mehrere Baustellen: Armin Veh © Imago / DeFodi

Nach vier Siegen in Folge und einem damit auf fünf Punkte ausgebauten Vorsprung auf den dritten Platz könnte die Stimmung rund um den 1. FC Köln bestens sein. Diese wird allerdings gleich in mehrfacher Hinsicht getrübt.

Natürlich durch die am vergangenen Freitag erlittene Innenbandverletzung von Vincent Koziello, der damit mindestens die letzten beiden Spiele vor Weihnachten verpasst. Ebenso wie die Langzeitverletzten Lasse Sobiech und Christian Clemens, die auch erst im neuen Jahr wieder zur Verfügung stehen dürften.

Möglich, dass selbiges auch für Louis Schaub gilt, dessen muskuläre Probleme im Leisten- und Bauchbereich auf eine Kieferentzündung zurückgeführt werden, weshalb dem Österreicher alle vier Weisheitszähne gezogen werden. Bis zum Spiel am Montag gegen den 1. FC Magdeburg reicht es für Schaub definitiv nicht.

Offen ist, ob der zuletzt wegen einer Adduktorenverletzung dreimal ausgefallene Jonas Hector noch in diesem Jahr sein Comeback feiern kann. „Bei Jonas müssen wir abwarten, wie er auf Belastung reagiert“, hält sich Trainer Markus Anfang auf kicker.de mit einer Prognose noch zurück. Immerhin ist aber voraussichtlich Marco Höger gegen Magdeburg wieder dabei, dem vergangene Woche eine alte OP-Narbe Probleme bereitet hatte.

Fall Modeste: Warten auf die Urteilsbegründung

Sicher nicht mitwirken wird in den letzten beiden Spielen des Jahres Anthony Modeste. Nachdem letzte Woche noch Spekulationen um eine kurzfristige Erteilung der Spielgenehmigung kursierten, sind die Fragezeichen rund um die Verpflichtung des Franzosen am gestrigen Dienstag deutlich größer geworden.

Nachdem die FIFA auf Nachfrage des „SID“ bestätigte, dass Modeste beim chinesischen Klub Tianjin Quanjian „ohne triftigen Grund“ gekündigt habe, ist erst einmal völlig offen, wie es weitergeht. Für den FC gibt es nach offizieller Verlautbarung von Geschäftsführer Alexander Wehre zwar keinen neuen Stand, doch ohne gültige Kündigung wäre Modeste nicht vertragslos gewesen und hätte im November nicht in Köln unterschreiben dürfen.

Die Geißböcke wollen nun die offizielle Urteilsbegründung abwarten, ehe zusammen mit Modestes Anwalt Prof. Dr. Markus Buchberger weitere Schritte in die Wege geleitet werden können.

Kingsley Schindler schon im Winter ein Thema?

Natürlich wird der Fall Modeste auch die Kölner Vereinsführung beschäftigen, die ab dem heutigen Mittwoch zur halbjährlichen Klausurtagung zusammenkommt. Das Präsidium mit Werner Spinner, Markus Ritterbach und Toni Schumacher sowie die beiden Geschäftsführer Armin Veh und Wehrle werden sich dann laut dem geissblog.koeln unter anderem auch mit der langfristigen Kader- und Finanzplanung auseinandersetzen.

Und möglicherweise hat darauf auch die Personalie Modeste größeren Einfluss. Nach der Unterschrift des Angreifers deutete zunächst vieles darauf hin, dass es keine Wintertransfers geben wird. Möglicherweise verändert sich diese Haltung nun nochmals, zumal der laut Kicker offenbar spätestens für den nächsten Sommer ins Auge gefasste Kingsley Schindler auch andernorts begehrt ist.

Der 25-Jährige, der mit seiner Flexibilität die Möglichkeiten im offensiven Mittelfeld und im Angriff nochmals erweitern würde, könnte von Holstein Kiel bei einem passenden Angebot schon ein halbes Jahr vor Vertragsende die Freigabe erhalten. Nicht ausgeschlossen, dass der FC schon im Vorgriff auf die neue Spielzeit tätig und abermals in Kiel zuschlagen wird.

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