1. FC Nürnberg: Drei Verstärkungen sollen kommen

Club will im Winter nachrüsten

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 05.12.19 | 07:21
Robert Palikuca

Robert Palikuca steht wohl eine intensive Transferperiode bevor. © imago images / Zink

Läuft es am Wochenende ganz schlecht, droht dem 1. FC Nürnberg am Montag beim VfB Stuttgart sogar ein Auftritt als Tabellenschlusslicht. Schon der aktuelle 16. Platz und der kürzlich erfolgte Trainerwechsel von Damir Canadi zu Jens Keller machen aber deutlich, dass beim Club in den vergangenen Monaten nur wenig wie erhofft funktioniert hat.

Um noch Schlimmeres zu vermeiden, wird es nun nicht bei der Verpflichtung von Keller bleiben. Vielmehr wird der neue Coach aller Voraussicht nach auch die Gelegenheit erhalten, den Kader im Winter nach seinen Vorstellungen zu verändern. Finanzvorstand Niels Rossow jedenfalls erklärte gegenüber Bild bereits, der sportlichen Leitung Mittel für Einkäufe im Januar zur Verfügung stellen zu wollen: „Sollte Robert Palikuca nach den nächsten drei Spielen auf mich zukommen und Verstärkungen brauchen, dann werden wir sicher eine unseren Rahmenbedingungen entsprechende Lösung finden.“

Die Defensive hat Priorität

Sportvorstand Palikuca ist derweil im „Kicker“ mit konkreten Aussagen noch zurückhaltend, lässt aber schon durchblicken, dass Trainer Keller bei den winterlichen Transferaktivitäten ein gewichtiges Wort mitreden soll. „Auch wenn wir nicht viel Zeit haben, soll der Trainer seine Eindrücke vertiefen“, so Palikuca, der zusammen mit dem Coach angesichts der mit 29 Gegentoren zweitschwächsten Hintermannschaft der Liga den Fokus vor allem auf die Defensive richtet.

Auf der Agenda ganz oben stehen laut übereinstimmenden Berichten von „Bild“ und „Kicker“ ein Innenverteidiger und ein Sechser. Darüber hinaus wird auch noch ein Außenverteidiger, tendenziell für die linke Seite, gesucht. Diese drei Positionen haben dem Vernehmen nach Priorität, wenngleich nach Informationen der „Bild“ auch noch nach einem Achter Ausschau gehalten wird.

Um die Neuzugänge, die angesichts der benötigten Qualität nicht ganz billig sein dürften, finanzieren zu können, will und muss sich der Club auch von Spielern trennen. Dieses Vorhaben dürfte indes nicht leicht in die Tat umzusetzen sein. Zum einen aufgrund von laufenden Verträgen und zum anderen, weil potentielle Wechselkandidaten im bisherigen Saisonverlauf nicht gerade Eigenwerbung betreiben konnten.