1. FC Nürnberg: Kein Spieler soll mehr gehen

Warnung an Abdelhamid Sabiri

Michael Köllner

Perfekter Start mit dem Club: Michael Köllner © Imago

Sofern im heutigen Montagsspiel zwischen dem FC St. Pauli und Dynamo Dresden keine Mannschaft mit drei oder mehr Toren Differenz gewinnt, bleibt der 1. FC Nürnberg auch am zweiten Spieltag alleiniger Tabellenführer der 2. Bundesliga. Mit den beiden Siegen gegen den 1. FC Kaiserslautern (3:0) und gestern bei Jahn Regensburg (1:0) haben die Franken sehr deutlich gemacht, dass mit ihnen in dieser Saison zu rechnen ist.

Nürnberg hat in den ersten beiden Spielen die starke Vorbereitung mit sieben Siegen in sieben Testspielen inklusive zweier 2:1-Erfolge gegen Borussia Mönchengladbach und Inter Mailand bestätigt. Dennoch ist man aktuell sehr um Zurückhaltung bemüht: „Der Blick auf die Tabelle ist schön. Aber es sind erst zwei Spiele, es kann ganz schnell in die andere Richtung gehen“, betonte der neue Kapitän Hanno Behrens im „Kicker“ (Ausgabe 67/2017 vom 07.08.2017).

Club sitzt am längeren Hebel

Trainer Michael Köllner, der nach der vergangenen Saison keineswegs unkritisch gesehen wurde, hat es in den letzten Wochen und Monaten geschafft seiner Mannschaft eine klare Handschrift zu verpassen. Kein Wunder, dass Köllner nun in der vorhandenen Konstellation weitermachen möchte.

Da geht keiner mehr. Das Heft des Handelns liegt in unserer Hand. (Michael Köllner)

„Da geht keiner mehr. Das Heft des Handelns liegt in unserer Hand, und ich habe nicht den Eindruck, dass unsere Spieler unzufrieden sind beim Club“, so der Club-Coach im „Kicker“ im Hinblick auf die nicht wenigen Transfergerüchte der letzten Monate um Spieler wie Tim Leibold, Hanno Behrens oder Kevin Möhwald.

Auch der wechselwillige und von Huddersfield Town umworbene Abdelhamid Sabiri soll demnach bleiben, obwohl der 20-Jährige am Wochenende seinen Einsatz in der zweiten Mannschaft mehr oder weniger verweigerte. Köllner will den zweifellos hochveranlagten Youngster indes nicht fallen lassen, verbindet das Angebot zur Rückkehr ins Team aber auch mit einer unmissverständlichen Warnung.

„Ich kann ihm die Türklinke nur immer wieder anbieten. Wenn er glaubt, die handelnden Personen unter Druck setzen zu können, dann ist er hier an der falschen Adresse“, lässt Köllner durchblicken, Sabiri zur Not auch längere Zeit auf der Tribüne schmoren zu lassen, sollte der Offensivmann sein momentanes Verhalten nicht überdenken.

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