1. FC Nürnberg: Mit Michael Frey gleich unter Druck

Neuer Stürmer nach der Sandhausen-Pleite im Anflug

Michael Frey (.) gegen Sebastiaan Bornauw.

Soll den Nürnberger Angriff verstärken: Fenerbahces Michael Frey (l.). ©imago images/Panoramic International

Auch wenn es bis kurz vor Schluss zumindest nach einem Punkt aussah, war man beim 1. FC Nürnberg mit dem Auftritt am Freitagabend beim SV Sandhausen, der mit einer 2:3-Niederlage endete, alles andere als zufrieden. Sowohl die Spieler als auch die Verantwortlichen fanden klare Worte für eine enttäuschende Vorstellung, mit der der Bundesliga-Absteiger seiner Favoritenrolle nicht ansatzweise gerecht wurde.

Wir haben Einstellung und Disziplin vermissen lassen. (Damir Canadi)

Trainer Damir Canadi bezeichnete den späten Gegentreffer zum 2:3 als „natürlich bitter“, rückte aber in seinem Statement auf der vereinseigenen Webseite die sehr dürftigen ersten 45 Minuten in den Blickpunkt: „Es lag heute nicht an der Schlussphase, sondern an der ersten Halbzeit. Dort haben wir Einstellung und Disziplin vermissen lassen. Das tut doppelt weh.“

Die Nürnberger Profis widersprachen ihrem Coach nicht und Routinier Enrico Valentini machte darüber hinaus auch seinem Ärger über einen letztlich trotz schwacher Vorstellung unnötigerweise liegengelassenen Zähler Luft: „Am Ende sind wir dann unaufmerksam, das darf nicht passieren. So hätten wir wenigstens noch einen Punkt mitgenommen. Jeder muss sich jetzt an die eigene Nase fassen und eine Reaktion zeigen.“

Frey wird mit Kaufoption ausgeliehen

Wohl kurzfristig auf einen mit drei Punkten aus den ersten drei Spielen mäßigen Start wird Sportvorstand Robert Palikuca noch einmal reagieren. Bereits vor dem Anpfiff der Partie in Sandhausen sickerte durch, dass der FCN kurz vor der Verpflichtung von Angreifer Michael Frey steht.

Palikuca bestätigte gegenüber den Nürnberger Nachrichten, dass der 25 Jahre alte Schweizer schon am Freitag den Medizincheck in Nürnberg absolviert hat. Wahrscheinlich, dass der 1,90 Meter große Mittelstürmer bereits am heutigen Samstag erstmals auf dem Trainingsplatz stehen wird. Frey, der vor einem Jahr für 2,64 Millionen Euro vom FC Zürich zu Fenerbahce Istanbul gewechselt ist, soll laut Bild inklusive Kaufoption zunächst ausgeliehen werden.

Auch mit Frey, der in der vergangeen Saison der türkischen Süper Lig in 14 Einsätzen drei Tore erzielt hat, steht der Club in den beiden kommenden Spielen schon unter Druck. Gegen den VfL Osnabrück und den 1. FC Heidenheim muss jeweils im eigenen Stadion schon gepunktet werden, um gegenüber der Aufstiegskonkurrenz nicht schon frühzeitig ins Hintertreffen zu geraten.