1. FC Nürnberg: Mit Rückenwind ins Derby

Ist in Osnabrück der Knoten geplatzt?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 24.11.20 | 08:25
Manuel Schäffler vom 1. FC Nürnberg

Manuel Schäffler (l.) schoss sich mit einem Doppelpack für das Derby warm. © imago images / Zink

Der zweite Saisonsieg nach dem 1:0 am zweiten Spieltag gegen den SV Sandhausen brachte beim 1. FC Nürnberg in erster Linie Erleichterung mit sich. Anstatt weiterhin in der gefährdeten Zone festzuhängen, katapultierte sich der Club mit dem 4:1-Erfolg am Montagabend beim VfL Osnabrück auf Rang zehn – und sorgte zugleich vor dem stets prestigeträchtigen Derby am Sonntag gegen Greuther Fürth für einen Stimmungsaufheller.

Zehn Punkte aus den ersten acht Spielen sind zwar noch immer kein Ruhmesblatt und hochgerechnet sicherlich auch zu wenig, um wie von durchaus einigen Experten prophezeit um den Aufstieg mitspielen zu können, doch der Auftritt in Osnabrück ließ zumindest erahnen, welches Potential grundsätzlich vorhanden wäre.

Manuel Schäffler, der mit zwei Toren und der Vorlage zum 3:0 durch Felix Lohkemper der Mann des Tages war, zog denn auch auf der Vereinshomepage ein sehr zufriedenes Fazit: „Die Art und Weise, wie wir heute gespielt haben, war gut. Wir haben die zweiten Bälle fast alle erobert, waren in den Fifty-Fifty-Zweikämpfen fast immer der Sieger.“

Robert Klauß sieht noch Steigerungspotential

Der erfahrene Angreifer betonte indes auch die Notwendigkeit, die Woche über „an den Dingen, die heute nicht ganz so gut waren“ zu arbeiten und lag damit auf einer Wellenlänge mit Trainer Robert Klauß, der auch noch in einigen Bereichen Steigerungsmöglichkeiten sah: „Wir sind aber noch längst nicht da, wo wir hinwollen. Das hat man dann auch im zweiten Durchgang gesehen. Wir haben nicht über 90 Minuten ein perfektes Spiel geboten, haben also noch viel Arbeit vor uns.“

„ Wir sind noch längst nicht da, wo wir hinwollen. ”
Robert Klauß

Nichtsdestotrotz entspannt der wichtige Dreier die Lage am Valznerweiher und verleiht Rückenwind für das Derby gegen einen Erzrivalen, den Trainer Klauß als „aktuell die beste Mannschaft der Liga“ einstuft. Bei aller Freude über den Erfolg in Osnabrück richteten sich die Gedanken der Nürnberger Protagonisten auch am Montagabend bereits auf die Partie am Sonntag.

„Wir sind heiß. Wir wissen alle, was Derby bedeutet“, betonte Torjäger Schäffler, dass es keiner Extramotivation mehr bedarf. Dafür sorgt neben der generellen Bedeutung des Nachbarschaftsduells auch die Aussicht, mit einem weiteren Sieg in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen zu kommen.