1. FC Nürnberg: Nur am Anfang spitze

Ligaweit die beste Bilanz in den ersten 15 Minuten

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 12.01.21 | 08:36
Enrico Valentini

Enrico Valentini und seine Kollegen legen meist flott los. © imago images / Eibner

Ein Punkt aus den ersten beiden Spielen im neuen Jahr beim 1. FC Heidenheim (0:2) und gegen den Hamburger SV (1:1) ist zwar nicht die Ausbeute, die man sich beim 1. FC Nürnberg nach einem mit drei Siegen aus den letzten vier Partien vor Weihnachten positiven Jahresausklang 2020 erhofft hatte, doch spielerisch scheint der Club weiter auf einem zumindest ordentlichen Weg.

Ein Manko allerdings ist es, dass über 90 Minuten häufig die Konstanz fehlt. So wechseln sich innerhalb einer Partie sehr gute mit deutlich schwächeren Phasen ab. Diese Erkenntnis lässt sich auch über die gesamte Saison hinweg mit aussagekräftigen Zahlen unterlegen.

In den ersten 15 Minuten etwa stellt der FCN mit sieben erzielten Toren und nur einem Gegentreffer das beste Team der Liga. Und auch, wenn eine Partie nach 45 Minuten beendet wäre, stünde die Mannschaft von Trainer Robert Klauß mit acht Siegen, fünf Remis und nur zwei Niederlagen auf Platz eins.

Schwache Bilanz nach der Pause

Das hohe Anfangsniveau allerdings kann der 1. FC Nürnberg nicht über die gesamte Spieldauer aufrechterhalten. Nach 15:7-Treffern im ersten Durchgang ist das Torverhältnis in der zweiten Hälfte mit 7:13 klar negativ. Insbesondere in der Schlussviertelstunde stellen 3:7-Treffer eine schwache Bilanz dar.

Nicht von ungefähr liegt der FCN in der Tabelle der 2. Halbzeit nur auf Rang 16. Bei sieben Remis und sechs Niederlagen bringt es der Club in den zweiten 45 Minuten lediglich auf zwei Siege.

Unter dem Strich steht so ein zwölfter Platz, auf dem sich die Franken zumindest aktuell jenseits von Gut und Böse bewegen. Die bisherige Bilanz fortzusetzen, würde wohl genügen, um ein sorgenfreies Saisonende zu erleben. Will der Club oben noch angreifen, gilt es die Ursachen für die gravierenden Unterschiede zwischen der ersten und der zweiten Halbzeit herauszufinden und im Zuge dessen eventuell ausgemachte Probleme zu beheben.