1. FC Nürnberg: Palikuca gibt sich kämpferisch

FCN startet bemerkenswerte Aktion

Robert Palikuca beim 1. FC Nürnberg

Wie geht es weiter? Auch Robert Palikuca muss momentan abwarten. ©Imago Images/Zink

Die Mannschaft des 1. FC Nürnberg spürte die Auswirkungen der Corona-Krise buchstäblich am eigenen Leib. So wurde Fabian Nürnberger bekanntlich positiv auf das Virus getestet, seitdem stehen er und das gesamte Team unter Quarantäne.

Am gestrigen Sonntag meldete sich aus dieser eben Nürnberger, über den Instagram-Kanal des Clubs. Weiterhin habe er „keine Symptome“, so der 20-Jährige, der nun auch in den eigenen vier Wänden ein Fitnessprogramm abspult, um sich fit zu halten. Gleichzeitig appellierte er auch an die Gesellschaft, verantwortungsbewusst mit der derzeitigen Situation umzugehen.

In die gleiche Kerbe schlug FCN-Sportvorstand Robert Palikuca in der Bild (Ausgabe vom 16.02.2020). Jeder müsse sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Der Fußball spielt da eine völlig untergeordnete Rolle“. Die Franken gehen dabei mit einer bemerkenswerten Aktion voran.

Planungen nahezu unmöglich

Wie sie auf Ihrer Vereinshomepage vermeldeten, unterstützen sie ältere Menschen sowie solche, die zur Risikogruppe des Corona-Virus gehören, in Nürnberg mit einem Einkaufsservice. Unter einer Hotline können Bestellungen bis zu 50€ aufgegeben werden, der FCN kauft ein, liefert und nimmt den Betrag kontaktlos in einem Briefumschlag entgegen.

Es sind Initiativen wie diese, die in diesen Tagen aufhorchen lassen. Generell betonen alle Zweitligisten durch die Bank: Die Gesundheit aller Beteiligten stehe über allem. Nichtsdestotrotz muss natürlich auch entschieden werden, wie es mit dem derzeit pausierten Ligabetrieb weitergeht.

Am heutigen Montag wird dazu bei der DFL beraten, allerdings ändert sich die Lage derzeit fast stündlich, weshalb es enorm schwierig auch für die Experten ist, eine Prognose abzugeben. Palikuca sagt daher, dass „auch unsere nächsten Entscheidungen“ davon abhingen, wie es mit dem Corona-Virus in Deutschland aber auch weltweit weitergeht.

In Bezug auf die Situation bei seinem Verein gibt er sich hoffnungsvoll: „Natürlich wird uns das Corona-Virus treffen, aber ich bin optimistisch und kämpferisch, dass wir diese schwere Krise bewältigen werden.“