1. FC Nürnberg: Personalsorgen in der Innenverteidigung

Lukas Mühl fällt vorerst aus

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 24.05.20 | 06:59
Lukas Mühl

Lukas Mühl musste beim 1:1 gegen Aue frühzeitig vom Feld. © imago images / Claus Bergmann

Unabhängig davon, ob der Karlsruher SC am heutigen Sonntag gegen den VfL Bochum gewinnt und damit den 1. FC Nürnberg auf den Relegationsplatz befördert, ist die Lage am Valznerweiher angespannt. Durch das enttäuschende 1:1 am Freitag gegen Erzgebirge Aue hat sich die Situation beim Club nochmals verschärft und vor den anstehenden Schlüsselspielen bei Jahn Regensburg und gegen den VfL Bochum ist klar, dass unbedingt Punkte her müssen.

Trainer Jens Keller droht aber ausgerechnet in diesen richtungsweisenden Begegnungen ein Engpass in der Innenverteidigung, in der keine der vier gelernten Alternativen bei 100 Prozent ist. Lukas Mühl, der gegen Aue bereits nach 25 Minuten ausgewechselt wurde, erlitt nach offiziellen Angaben wohl eine Kapsel-Band-Verletzung im linken Sprunggelenk. Erst am Montag folgt mittels MRT eine genaue Diagnose, doch für Regensburg und Bochum ist mit Mühl kaum zu rechnen.

Patrick Erras als Option?

Ob es bis Dienstag bei Georg Margreitter reicht, ist ebenfalls sehr fraglich.  Der österreichische Routinier musste von Schwindelgefühlen geplagt passen und könnte erneut ausfallen. Bleiben für das Abwehrzentrum nur noch Konstantinos Mavropanos und der gegen Aue für Mühl eingewechselte Asger Sörensen, die allerdings beide während der Corona-Pause vorübergehend kürzer treten mussten und deshalb körperlichen Nachholbedarf haben.

„Irgendwie werden wir das schon auffangen“, war Coach Keller gegenüber nordbayern.de mit Blick auf sein Defensivzentrum um Zweckoptimismus bemüht. Möglich, dass in den Überlegungen Kellers auch Allrounder Patrick Erras zumindest als Backup in der letzten Reihe eine Rolle spielt, wobei das Eigengewächs aber seit Oktober nicht mehr in der Innenverteidigung im Einsatz war – just seit dem 1:1 im Hinspiel gegen Regensburg.